
Die Junge Akademie
Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als gemeinsames Projekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gegründet. Sie ist weltweit die erste Akademie des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Junge Akademie wird von den beiden Mutterakademien BBAW und Leopoldina getragen. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften
Aufgaben
Die beiden vorrangigen Aufgaben der Jungen Akademie liegen in der Pflege des wissenschaftlichen, insbesondere interdisziplinären Diskurses unter herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern und in der Förderung von Initiativen an den Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft.
Finanzierung
In den ersten zehn Jahren wurde die Junge Akademie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie - bis 2005 - durch die VolkswagenStiftung finanziert, als Projekt angesiedelt bei der BBAW. Seit 2011 ist sie institutionalisiert und dauerhaft im Haushalt der Leopoldina verankert; die Zuwendungen kommen zu 80% vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie jeweils zu 10% vom Land Sachsen-Anhalt bzw. den Ländern Berlin und Brandenburg. Jedes Mitglied verfügt über ein Forschungsbudget von rund 25.600 EUR, das für gemeinsame wissenschaftliche Projekte verwendet wird.
Arbeitsweise
In der Wahl ihrer Arbeitsformen ist Die Junge Akademie frei. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig in verschiedenen Arbeitsgruppen und dreimal jährlich im Plenum, um sich über ihre aktuellen Forschungsvorhaben auszutauschen und gemeinsame Projekte und Publikationen zu beschließen. In seiner Frühjahrssitzung wählt das Plenum die Mitglieder des Vorstands und die Sprecherin oder den Sprecher der Jungen Akademie. Die Amtszeit des Vorstands beginnt nach der Festveranstaltung im Sommer und dauert ein Jahr.
Die Junge Akademie hat 50 Mitglieder. Die Mitgliedschaft ist auf fünf Jahre begrenzt. Im jährlichen Wechsel werden jeweils zehn neue Mitglieder von den Elternakademien BBAW und Leopoldina oder von den Mitgliedern der Jungen Akademie ausgewählt.
Die Gestaltung der Zukunft von Wissenschaft und Forschung – innerhalb und außerhalb der Hochschule – ist den Mitgliedern der Jungen Akademie ein dringendes Anliegen, das sie unmittelbar betrifft. Entsprechend haben sie sich in den vergangenen Jahren mit hochschulpolitischen Themen befasst, u. a. mit der Situation von Frauen in der deutschen Forschungslandschaft oder den unterschiedlichen Karrierewegen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den europäischen Ländern. Nach einer Befragung Betroffener hat sich die Junge Akademie in einer Studie zur „Juniorprofessur“ geäußert. Die Reform des Hochschulrahmengesetzes stellt für sie nach wie vor ein wichtiges Thema dar. Die Junge Akademie gibt zweimal jährlich ein Magazin heraus, um über ihre Aktivitäten zu informieren.
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