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Aleida Assmann erhält Karl-Jaspers-Preis

Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann, Professorin an der Universität Konstanz und Mitglied der Leopoldina, erhält den Karl-Jaspers-Preis 2017. Sie teilt sich die Ehrung mit ihrem Mann Jan Assmann. Das Forscherpaar erhält die Auszeichnung für ihre Studien zum kulturellen Gedächtnis und zur Archäologie der literarischen Kommunikation.

Aleida Assmann beschäftigt sich mit Gedächtnisgeschichte. In ihren Arbeiten zu den Themen Kulturelles Gedächtnis, Erinnerung und Vergessen untersucht sie unter anderem, welche Rolle das Erinnern an den Holocaust und die neue Form der selbstkritischen Erinnerung für Deutschland und andere Nationen spielen.

Assmann studierte Anglistik und Ägyptologie an der Universität Heidelberg und wurde 1977 sowohl in Heidelberg als auch in Tübingen promoviert. 1992 habilitierte sie sich an der Universität Heidelberg und war von 1993 – 2014 Professorin für Englische Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Assmann ist seit 2003 Mitglied der Leopoldina in der Sektion Kulturwissenschaften.

Der Karl-Jaspers-Preis wird seit 1983 von der Stadt Heidelberg und der Universität Heidelberg vergeben; seit 2013 von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Das wissenschaftliche Werk das in der Regel alle drei Jahr ausgezeichnet wird, soll „die Grenzen einer geisteswissenschaftlichen oder psychiatrischen Fachdisziplin zugunsten einer interdisziplinären und interkulturellen Verständigung überschreiten“. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

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