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Martina Havenith erhält Advanced Grant des European Research Council

Die Physikerin Martina Havenith, Professorin für Physikalische Chemie an der Ruhr-Universität Bochum und Leopoldina-Mitglied, hat einen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) erhalten. Sie wird die neue Methode der zeitaufgelösten Terahertz-Kalorimetrie entwickeln, um die Interaktion von Proteinen mit dem umgebenden Lösungsmittel in Echtzeit zu beobachten. Der ERC Advanced Grant ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert.

Mit der Kalorimetrie werden Änderungen der Wärmeenergie in einer Lösung gemessen. Dies kann man nutzen, um zu verstehen, wie sich Reaktionspartner in wässrigen Lösungen „erkennen”, etwa bei enzymatischen Reaktionen, wie sie in vielen biologischen Prozessen auftreten. Die Terahertz-Kalorimetrie soll es ermöglichen, die Erkennungsprozesse in hoher zeitlicher Auflösung zu untersuchen und zugleich das Zusammenspiel von Reaktionspartnern und Lösungsmittel aufzudecken.

Martina Havenith erforscht intermolakulare Wechselwirkungen, insbesondere Lösungsvorgänge, und hat dafür mehrere neue Analysemethoden entwickelt. Sie interessiert sich für die Rolle des Wassers in biologischen Prozessen, die auch für die Entwicklung von Medikamenten von entscheidender Bedeutung sein kann.

Havenith studierte Physik und Mathematik in Bonn, wurde 1990 in Physik promoviert und habilitierte sich 1997. Seit 1998 ist sie Professorin für Physikalische Chemie an der Ruhr-Universität Bochum. Die Leopoldina wählte sie 2007 zum Mitglied in der Sektion Chemie.

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