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Horst-Werner Korf mit Johannes Ariens Kappers-Medaille ausgezeichnet

Der Mediziner Horst-Werner Korf, Direktor des Dr. Senckenbergischen Chronomedizinischen Instituts Frankfurt am Main und Mitglied der Leopoldina, hat die Johannes Ariens Kappers-Medaille der European Biological Rhythms Society erhalten. Er wird damit für seine Verdienste um die Entwicklung der Chronobiologie und Chronomedizin gewürdigt. Die Medaille wurde ihm am 2. August 2017 in Amsterdam verliehen.

Horst-Werner Korf erforscht die Neurobiologie circadianer Systeme und die Rolle des circadianen Systems bei der Entstehung von Krankheiten. Tierische und pflanzliche Organismen verfügen über eine „innere Uhr”, die einen endogenen Rhythmus von ungefähr 24 Stunden  (daher „circadian”) erzeugt, der durch den täglichen Hell-Dunkelwechsel mit der 24 Stunden dauernden Erdrotation synchronisiert wird. Horst-Werner Korf hat beispielsweise die Mechanismen der Biosynthese des in der Dunkelheit gebildeten Hormons Melatonin, eines wichtigen Ausgangssignals der „inneren Uhr“, aufgeklärt.

Korf studierte Medizin in Gießen, wurde dort 1976 promoviert und habilitierte sich 1986 für Anatomie. Seit 1990 ist er Professor für Anatomie und Neurobiologie, Direktor der Dr. Senckenbergischen Anatomie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und seit 2010 Direktor des Dr. Senckenbergischen Chronomedizinischen Instituts. Die Leopoldina wählte ihn 2003 zum Mitglied in der Sektion Anatomie und Anthropologie.

Die Johannes Ariens Kappers-Medaille ist die höchste Auszeichnung der European Biological Rhythms Society und wird seit 2009 alle zwei Jahre verliehen.

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