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„Wissenschaftsbasierte Politikberatung muss an den Bedürfnissen der Gesellschaft orientiert sein“

Zweite Amtszeit von Jörg Hacker als Präsident der Leopoldina

„Wissenschaftsbasierte Politikberatung muss an den Bedürfnissen der Gesellschaft orientiert sein“

Der Mikrobiologe Prof. Dr. Jörg Hacker ist am 18. September 2014 vom Senat der Leopoldina in geheimer und schriftlicher Abstimmung als Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften wiedergewählt worden. Er tritt am 1. März 2015 eine zweite fünfjährige Amtszeit an der Spitze der Akademie an. Jörg Hacker führt die Geschicke der Leopoldina seit dem Jahr 2010.

Zu den Zielen seiner zweiten Amtszeit sagt Jörg Hacker:

„Wer Verständnis für Forschung und Vertrauen in ihre Akteure schaffen möchte, muss mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Diese Kommunikation weiter zu intensivieren, wird eines der Ziele meiner zweiten Amtszeit ab März 2015 sein. Ein zweites großes Thema der kommenden Jahre ist die Vernetzung innerhalb der Akademie und die Zusammenarbeit mit anderen Akademien und Forschungsinstitutionen.” So solle beispielsweise stärkere Interaktion von Arbeitsgruppen zu bestimmten Themengebieten eine noch konsistentere Politikberatung ermöglichen.

Jörg Hacker wurde 1952 in Grevesmühlen / Mecklenburg geboren. Er studierte von 1970 bis 1974 Biologie mit Schwerpunkt Genetik und Mikrobiologie an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). Nach der Promotion in Halle im Jahre 1979 und der Habilitation am Institut für Mikrobiologie der Universität Würzburg im Jahre 1986 war Jörg Hacker von 1988 an Professor für Mikrobiologie in Würzburg. Im Jahre 1993 wurde ihm die Leitung des Würzburger Institutes für Molekulare Infektionsbiologie übertragen.

Jörg Hacker hat verschiedene Auslandsaufenthalte absolviert, zwei sechsmonatige Forschungsaufenthalte führten ihn im Jahre 2000 und 2005 an das Institut Pasteur in Paris. Im Jahre 2006 nahm er als Fellow des „Sackler Institute for Advanced Studies“ eine Gastprofessur an der Tel Aviv University (Israel) wahr. Vor seiner Wahl zum Akademiepräsidenten leitete Jörg Hacker das Robert Koch-Institut in Berlin, von 2003 bis 2009 war er Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im vergangenen Jahr wurde Hacker in das UN Secretary General’s Scientific Advisory Board berufen, ein international besetztes Gremium, das den Generalsekretär der Vereinten Nationen wissenschaftlich berät. Jörg Hacker ist seit 1998 Mitglied der Leopoldina in der Sektion Mikrobiologie/Immunologie.

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