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Kai Simons erhält die Robert-Koch-Medaille in Gold

Der Biochemiker Kai Simons, Forschungsgruppenleiter und Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden und Leopoldina-Mitglied, hat die Robert-Koch-Medaille in Gold für sein Lebenswerk in der Erforschung der Zellmembran erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm am 4. November 2016 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin überreicht.

Kai Simons erhält die Ehrung für die Charakterisierung von membranbildenden Lipiden und die Entwicklung des „Lipid Raft”-Modells. Simons forscht über die Zellmembran, also die Hülle der Zelle. Er konnte zeigen, dass die Zellmembran vielfältige Funktionen übernimmt. So entwickelte er das Konzept der „Lipid Rafts”, als er in der Lipid-Doppelschicht der Zellmembran Strukturen in der Form von Flößen (engl. „Raft”) entdeckte. Sie spielen eine wichtige Rolle bei vielen Prozessen an der Zellmembran. Das Modell bietet Möglichkeiten für neue Therapien beispielsweise bei neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer.

Kai Simons studierte Medizin an der Universität Helsinki, wurde dort 1964 promoviert und war bis 1979 in Helsinki Professor für Biochemie. Ab 1975 war er Forschungsgruppenleiter am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg und koordinierte das Cell Biology Programme. Seit 1998 ist er Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden, bis 2006 war er zugleich Direktor am MPI-CBG. Simons ist seit 1999 Mitglied der Leopoldina in der Sektion Genetik/Molekularbiologie und Zellbiologie.

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