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Leopoldina-Mitglieder mit dem Robert-Pfleger-Forschungspreis ausgezeichnet

Zwei Leopoldina-Mitglieder sind am Samstag in Bamberg mit dem renommierten Robert-Pfleger-Forschungspreis 2012 ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Preisträger sind der Greifswalder Mikrobiologe Michael Hecker und der Münchner Psychiater und Chemiker Florian Holsboer.

Michael Hecker erhielt die Auszeichnung für seine Forschungen im Kampf gegen gefährliche bakterielle Infektionen. Ihm und seinem Team sei es gelungen, die Proteinstruktur krankmachender Bakterien aufzuschlüsseln, sagte Rainer Drewello, Chef der Robert-Pfleger-Stiftung, die mit dem Preis alle zwei Jahre Beiträge zur medizinischen Grundlagenforschung würdigt. Langfristig könnten auf Basis dieser Erkenntnisse neue, hochwirksame Antibiotika entwickelt werden.

Florian Holsboer habe mit seinen Arbeiten völlig neue Erkenntnisse über die Entstehung und Therapie von Depressionserkrankungen geliefert. Auf Basis seiner Ergebnisse lasse sich die Volkskrankheit Depression nun gezielter behandeln. Holsboers Ansatz zur Behandlung von Depression geht auf die individuellen Unterschiede der Menschen ein. Der Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie war 2003 einem breiteren Publikum bekannt geworden, als sich der ehemalige Fußballstar Sebastian Deisler zu einer Depressionserkrankung bekannte und Holsboer sein behandelnder Arzt war.

Die Robert-Pfleger-Stiftung ist nach dem Tod des Bamberger Pharmaunternehmers Robert Pfleger 1970 gegründet worden. Der Forschungspreis wurde bereits an mehrere Mitglieder der Leopoldina verliehen, darunter Altpräsident Volker ter Meulen.

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