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Martin Wikelski erhält Max-Planck-Forschungspreis

Der Biologe Martin Wikelski, Direktor am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell, Professor für Ornithologie an der Universität Konstanz und Mitglied der Leopoldina, erhält den Max-Planck-Forschungspreis 2016 für seine Arbeiten über Sinnesleistungen von Tieren in ihrer natürlichen Umgebung. Der mit 750.000 € dotierte Preis wird künftigen Forschungsprojekten im In- und Ausland zugutekommen.

Martin Wikelski erforscht die globalen Wanderungen von Zugvögeln, Reptilien, Säugetieren und Insekten. Dabei interessieren ihn besonders die Sinneswahrnehmungen der Tiere und die Frage, wie sie sich in ihrer natürlichen Umgebung zurechtfinden. Um einzelne Tiere verfolgen zu können, stattet er sie mit Miniatur-„Fahrtenschreibern” aus, die weltweit über Satelliten ausgelesen werden können. Er etabliert so das globale Tierbeobachtungssystem ‚ICARUS‘, das Daten über die Wanderungsbewegungen sammeln und der Forschung zur Verfügung stellen wird. Tiere werden so zu Sensoren der Erdbeobachtung, mit deren Hilfe Erkenntnisse über die Verbreitung von Krankheitserregern, den Klimawandel und für die Vorhersage von Naturkatastrophen gewonnen werden können.

Martin Wikelski studierte Zoologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wurde 1994 in Bielefeld promoviert und war ab 1995 zunächst Postdoc, dann Assistant und schließlich Associate Professor an verschiedenen Stationen in den USA, zuletzt an der Princeton University. Seit 2007 ist er Direktor der Abteilung für Tierwanderung und Immunökologie des Max-Planck-Instituts für Ornithologie und seit 2008 Professor für Ornithologie an der Universität Konstanz. Martin Wikelski ist seit 2014 Mitglied der Leopoldina in der Sektion Organismische und Evolutionäre Biologie.

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