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Michael Frese für sein wissenschaftliches Lebenswerk geehrt

Michael Frese für sein wissenschaftliches Lebenswerk geehrt

Ehrung für Michael Frese (rechts). Foto: Christian Modla/DGPs

Der Psychologe Michael Frese, Professor an der National University of Singapore, Professor mit Schwerpunkt Entrepreneurship und Innovation an der Leuphana-Universität Lüneburg und Leopoldina-Mitglied, ist von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie für sein wissenschaftliches Lebenswerk ausgezeichnet worden. Damit werden seine herausragenden Beiträge zur Verknüpfung von Anwendungs- und Grundlagenforschung in der Arbeits- und Organisationspsychologie gewürdigt. Die Ehrung wurde ihm am 19. September 2016 in Leipzig überreicht.

Michael Frese forscht zu empirischen und angewandten Themen der Arbeits‐ und Organisationspsychologie. Einen Schwerpunkt legt er auf das „Fehlermanagement” in Unternehmen und plädiert für einen kreativen, produktiven Umgang mit Fehlern. Derzeit beschäftigt er sich auch mit psychologischen Erfolgsfaktoren von Unternehmern und hat ein Trainingsprogramm entwickelt, mit dem Studenten auf eine Unternehmensgründung in ihrem Land vorbereitet werden können.

Frese studierte Psychologie an der Freien Universität Berlin, wurde 1978 an der TU Berlin promoviert und war nach Gastprofessuren in Deutschland und den USA von 1984 bis 1991 Professor für Arbeitspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1991-2009 war er Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen, seit 2009 ist er Professor an der Leuphana-Universität Lüneburg und zugleich an der National University of Singapore. Die Leopoldina wählte Michael Frese 2013 zum Mitglied in der Sektion Psychologie und Kognitionswissenschaften.

Gemeinsam mit Michael Frese wurden drei weitere Leopoldina-Mitglieder von der DGPs ausgezeichnet: Die Konstanzer Professorin für Klinische Psychologie Brigitte Rockstroh wurde für ihr wissenschaftliches Lebenswerk geehrt. Damit werden ihre Forschungen zum Verständnis von Hirnfunktionen bei psychischen und neurologischen Störungen gewürdigt. Die in Jena lehrende Sozialpsychologin Amélie Mummendey erhielt den Martin Irle‐Preis für ihr Engagement in der Förderung von Nachwuchswissenschaftlern. Karl Gegenfurtner, Professor für Psychologie an der Universität Gießen, erhielt die Wilhelm Wund-Medaille für seine herausragenden Beiträge zur Wahrnehmungspsychologie.

Brigitte Rockstroh ist seit 2000 Mitglied der Leopoldina in der Sektion Neurowissenschaften, Amélie Mummendey seit 2001 in der Sektion Psychologie und Kognitionswissenschaften, der auch Karl Gegenfurtner seit 2015 angehört.

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