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F. Ulrich Hartl mit Ernst Schering-Preis ausgezeichnet

Der Biochemiker Franz-Ulrich Hartl, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried und Leopoldina-Mitglied, ist mit dem Ernst Schering-Preis ausgezeichnet worden. Er wird damit für seine Forschungen zur Rolle der Chaperone bei der Proteinfaltung geehrt. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und wurde ihm am 26. September in Berlin überreicht.

Proteine sind von essenzieller Bedeutung für lebende Zellen. Die kettenförmigen Moleküle müssen sich aber zu dreidimensionalen Strukturen falten, um eine biologische Funktion ausüben zu können. Ulrich Hartl wies nach, dass der Prozess der Proteinfaltung in der Zelle von Helfermolekülen vermittelt wird, den Chaperonen. Sie sorgen für die richtige Faltung. Falsch gefaltete Proteine können verklumpen und damit für den Organismus schädlich werden. Dies ist etwa bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer der Fall. Diese Erkenntnis bietet auch Möglichkeiten für neue Therapieansätze.

Ulrich Hartl studierte Medizin in Heidelberg, wurde dort 1985 promoviert und habilitierte sich 1990 in München. Von 1991 bis 1997 forschte er zunächst am Sloan-Kettering Institute, New York, dann am Howard Hughes Medical Institute in Maryland, USA. Seit 1997 ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried. Die Leopoldina wählte ihn 2002 zum Mitglied in der Sektion Genetik/Molekularbiologie und Zellbiologie.

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