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Prof. Dr.

Horst-Werner Korf

Wahljahr: 2003
Sektion: Anatomie und Anthropologie
Stadt: Frankfurt (M.)
Land: Deutschland
CV Horst-Werner Korf - Deutsch (pdf)
CV Horst-Werner Korf - English (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Neurobiologie circadianer Systeme, non-visuelle Photorezeption, Rolle von Neuropeptiden und Lipidbotenstoffen, Rolle des circadianen Systems bei der Entstehung von Krankheiten, Neurodegeneration und -regeneration

Horst-Werner Korf untersucht schwerpunktmäßig neuroendokrine und neuronale Schaltkreise im circadianen System, das einen endogenen Rhythmus generiert, diesen an den Tag/Nachtwechsel (die Photoperiode) anpasst und an die Körperperipherie vermittelt.

Er hat viel beachtete Beiträge zur Innervation und Zellbiologie des Pinealorgans geliefert, das während der Dunkelheit das Hormon Melatonin, einen entscheidenden Zeiger der biologischen Uhr bildet. Mit seinen Mitarbeitern konnte er wichtige Erkenntnisse zu den molekularen Mechanismen liefern, welche die Biosynthese von Melatonin steuern, das Melatoninsignal in endokrinen Zielzellen übersetzen und den endogenen Rhythmus mit dem Tag/Nachtrhythmus synchronisieren. Seine aktuellen Forschungsarbeiten befassen sich mit der Rolle von Lipidbotenstoffen (Endocannabinoiden) im neuroendokrinen und circadianen System.

Werdegang

  • seit 2010 Direktor, Dr. Senckenbergisches Chronomedizinisches Institut (SCI), Fachbereich Medizin, Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • seit 2006 Mitglied der Administration, Dr. Senckenbergische Stiftung, Frankfurt am Main
  • seit 1995 Geschäftsführender Direktor, Dr. Senckenbergische Anatomie, Fachbereich Medizin, Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • seit 1990 Universitätsprofessor (C4) für Anatomie und Neurobiologie, Direktor des Instituts der Anatomie II, Dr. Senckenbergische Anatomie, Fachbereich Medizin, Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • 1987-1991 Visiting  Fellow und Visiting Scientist, Section Neuroendocrionology (Dr. D.C. Klein), NIH, Bethesda, USA
  • 1986 Habilitation für Anatomie bei Prof.  A. Oksche, Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 1979-1990 wiss. Mitarbeiter, Hochschulassistent und Hochschuldozent, Institut für Anatomie und Zytobiologie (Prof. A. Oksche), Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 1976-1979 ärztliche Tätigkeit in verschiedenen Kliniken
  • 1976 Promotion zum Dr. med. (Prof. A. Oksche), Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 1970-1976 Studium der Humanmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen

Projekte

  • 2008-2011 Mitglied des LOEWE Forschungsschwerpunktes „Lipid Signaling Forschungszentrums Frankfurt (LiFF)
  • 1997-2003 Vorstandsmitglied des Graduiertenkollegs „Neuronale Plastizität“ der DFG
  • 1996-2004 Vorstandsmitglied des DFG-Schwerpunktprogramms „Funktionelle und adaptive Mechanismen circadianer Systeme“
  • 1993-2005 stellv. Sprecher und Sprecher des Sonderforschungsbereichs 269 „Molekulare und zellulläre Grundlagen neuronaler Organisationsprozesse“, Frankfurt am Main

Funktionen

  • 2014-2018 Präsident der European Society for Comparative Endocrinology
  • seit 2009 Generalsekretär der International Federation of Comparative Endocrinological Societies
  • 2006-2010 Vorsitzender der Anatomischen Gesellschaft
  • 2005-2009 Präsident der European Biological Rhythms Society
  • 2004-2010 Generalsekretär der European Society for Comparative Endocrinology (Vizepräsident seit 2010)
  • 2002-2005 Präsident der European Pineal and Biological Rhythms Society
  • 1997-1999 Studiendekan des Fachbereichs Medizin, Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • seit 1995 Mitglied des Fachbereichsrats des Fachbereichs Medizin, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2017 Johannes Ariens Kappers-Medaille der European Biological Rhythms Society
  • seit 2003 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

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