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Prof. Dr.

Jürgen Baumert

Wahljahr: 2004
Sektion: Kulturwissenschaften
Stadt: Berlin
Land: Deutschland
Pressemitteilung zum Carl Friedrich von Weizsäcker-Preis, 21.06.2012
CV Jürgen Baumert - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Lehr‐/Lernforschung; Lehrerkompetenz; Internationaler Vergleich von Schulleistungen; Entwicklung von Bildungssystemen; Kognitive und motivationale Entwicklung im Kindes‐ und Jugendalter

Jürgen Baumert ist einer der einflussreichsten Bildungsforscher Deutschlands. Als Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung leitete er im Jahr 2000 die erste PISA-Studie, wodurch er einen hohen Grad der Bekanntheit erwarb. Jürgen Baumerts Forschungsinteressen liegen auf den Gebieten Lehr- und Lernforschung, der kognitiven und motivationalen Entwicklung im Jugendalter, dem internationalen Leistungsvergleich von Schülern sowie der Entwicklung von Bildungssystemen.

Baumert hat in diesen Bereichen viele Untersuchungen angestoßen, die zusammen mit seinen Analysen auf der Basis der PISA-Ergebnisse zu zahlreichen Reformbemühungen im deutschen Bildungssystem führten. So gehen unter anderem die Verbesserungen der Lese- und Schreibförderung sowie der Integration von Kindern aus zugewanderten Familien auf Jürgen Baumert zurück. Bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung von 1974 bis 1991 führte er als einer der ersten Wissenschaftler große Untersuchungen an Schulen durch: Im Mittelpunkt standen dabei die Leistungsentwicklung und der Ausgleich von Leistungsunterschieden in Gymnasialklassen.

Zudem gelang es ihm, die Aufmerksamkeit breiter Bevölkerungsgruppen auf das Thema Bildung zu richten. Baumert entwickelte für die Bildungsforschung neue empirische Methoden und Konzepte. Durch seine Mitarbeit in Akademien, Gremien und Kommissionen schlug er eine Brücke zwischen Politik und Wissenschaft und machte die Bildungsforschung somit zu einem starken Bereich in der Politikberatung.

Werdegang

  • seit 2011 Honorarprofessor an der Christian-Albrechts-Universität Kiel
  • seit 1996 Honorarprofessor für Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • 1991 - 1996 Professor für Erziehungswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität Kiel
  • seit 1989 Apl. Professor für Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin
  • 1983 - 1989 Privatdozent für Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin
  • 1975 - 1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin
  • 1982 Habilitation für das Fach Erziehungswissenschaften an der Freien Universität Berlin
  • 1975 - 1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin
  • 1972 Wissenschaftlicher Assistent am Seminar für klassische Philologie der Universität Würzburg
  • 1970 - 1973 Studium der Psychologie und Erziehungswissenschaft an der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg und an der Freien Universität Berlin
  • 1968 - 1969 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Altertumskunde der Technischen Universität Berlin
  • 1968 Promotion in Klassischer Philologie und Philosophie an der Eberhard Karls-Universität Tübingen
  • 1967 - 1968 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Altertumskunde der Technischen Universität Berlin
  • 1961 - 1967 Studium der Klassischen Philologie, der Philosophie und in Sport an der Georg-August-Universität Göttingen, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Universität Hamburg und Eberhard Karls-Universität Tübingen

Projekte

  • 1998 - 2000 deutscher Leiter der ersten PISA-Studie
  • 1974 - 1991 einer der Leiter des Projektes „Schulleistungen” am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin

Funktionen

  • seit 2010 Direktor emeritus des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin
  • 2006 - 2008 Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft
  • seit 2006 Vorsitzender der Expertenkommission zur Begutachtung der Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen
  • seit 2004 Vorstandsmitglied des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) (Einrichtung der Länder der Bundesrepublik Deutschland an der Humboldt-Universität in Berlin)
  • 2003 - 2005 Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung
  • 2003 Vorsitzender der Gutachterkommission „Elitenetzwerk Bayern”
  • seit 1998 Mitherausgeber der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft
  • 1996 - 2010 Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin
  • 1992 - 1996 Geschäftsführender Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel
  • seit 1991 Mitherausgeber der Zeitschrift für Unterrichtswissenschaft
  • 1991 - 1992 Direktor der erziehungswissenschaftlichen Abteilung des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN), Christian-Albrechts-Universität in Kiel
  • 1990 – 1994 Vorsitzender und Stellvertretender Vorsitzender der “Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung“ (AEPF) der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
  • 1989 - 1999 Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2012 Carl-Friedrich-von Weizsäcker-Preis, Wissenschaftspreis des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2010 Ehrendoktor der Universität Tübingen
  • seit 2006 Mitglied der International Academy of Education
  • 2005 EARLI Oeuvre Award
  • 2004 Bundesverdienstkreuz am Bande
  • 2004 Arthur-Burkhardt-Preis
  • 2004 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2003 Ehrendoktor der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg
  • 2002 Ehrendoktor der Universität Fribourg, Schweiz
  • 2002 Franz-Emanuel-Weinert-Preis der Deutschen Gesellschaft für Pfychologie
  • 1999 Europäischer Latsis-Preis der European Science Foundation (ESF)
  • seit 1996 Wissenschaftliches Mitglied (2006-2008 Vizepräsident) der Max-Planck-Gesellschaft in München

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