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Prof. Dr.

Michael Stolleis

Wahljahr: 2004
Sektion: Kulturwissenschaften
Stadt: Kronberg
Land: Deutschland
CV Michael Stolleis - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Öffentliches Recht (Sozialrecht), Juristische Zeitgeschichte, Neuere Rechtsgeschichte, Geschichte des Sozialrechts

Michael Stolleis ist ein deutscher Jurist und Rechtshistoriker. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Geschichte des öffentlichen Rechts von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Seine vierbändige „Wissenschaftsgeschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland“ gilt als Standardwerk und liefert einen umfassenden Überblick über die Entwicklungen des öffentlichen Rechts in Deutschland vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, einschließlich der Zeiten des Nationalsozialismus und der Deutschen Demokratischen Republik.

Er forschte außerdem zur Geschichte des Sozialrechts sowie zur Völkerrechtswissenschaft im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts im Kontext ihrer geistigen, sozialen und politischen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus initiierte er ein Projekt zur Erforschung von Polizeiordnungen vom 15. Jahrhundert bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Erschlossen wurden dabei alle wichtigen Territorien und Freien Reichsstädte Deutschlands, der Schweiz, Dänemarks und Schwedens.

Werdegang

  • 1992-2009 Direktor am Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main
  • 1975-2006 Professor für Öffentliches Recht und Neuere Rechtsgeschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • 1973 Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München
  • 1969 Zweites Juristisches Staatsexamen
  • 1967 Promotion an der LMU München
  • 1965 Erstes Juristisches Staatsexamen
  • 1961-1965 Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg und Würzburg

Funktionen

  • 2007-2009 Kommissarische Leitung des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main
  • 1992 Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für Rechts- und Verfassungsgeschichte
  • 1981-1993 Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes

Projekte

  • 2005-2008 Projekt „Demokratisierung und Öffentlichkeit: Juristische Zeitschriften als neue Medien der Wissenskommunikation (19. und 20. Jahrhundert)“, Teilprojekt im Forschungskolleg FKO 435 „Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel“
  • 2004-2006 DFG-Projekt „Wechselwirkung von ökonomischem und sozialem Handeln am Beispiel der jüdischen Bevölkerung von Frankfurt am Main (16. bis 18. Jahrhundert)“
  • 2002-2005 DFG-Projekt „Repertorium reichischer Amtskalender und Amtshandbücher. Periodische Personalverzeichnisse des Alten Reiches und seiner Institutionen“
  • 1999-2004 DFG-Projekt „Juristische Wissenskommunikation im 19. Jahrhundert“, Teilprojekt im DFG-Forschungskolleg FKO 435
  • 1997-2001 DFG-Projekt „Deutsche Völkerrechtswissenschaft im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts“, Teilprojekt im Schwerpunktprogramm SPP 1024 „Ideen als gesellschaftliche Gestaltungskraft im Europa der Neuzeit“
  • 1996-2002 DFG-Graduiertenkolleg GRK 30 „Europäische mittelalterliche Rechtsgeschichte, neuzeitliche Rechtsgeschichte und juristische Zeitgeschichte“
  • Projekt „Repertorium der Policeyordnungen“, Eigenprojekt am Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte Frankfurt am Main

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2015 Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern
  • seit 2014 Mitglied des Ordens Pour le Mérite
  • 2010 Ehrendoktorwürde der Universität Helsinki, Finnland
  • 2010 Bundesverdienstkreuz I. Klasse    
  • seit 2004 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2003 Ehrendoktorwürde der Universität Padua, Italien
  • seit 2002 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
  • 2002 Ehrendoktorwürde der Universität Toulouse, Frankreich
  • seit 2001 Mitglied der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften
  • seit 2000 Mitglied der Finnischen Akademie der Wissenschaften
  • seit 2000 Mitglied der American Society for Legal History
  • 2000 Premio Balzan-Preis für Rechtsgeschichte der Neuzeit
  • 1999 Ehrendoktorwürde der Universität Lund, Schweden
  • 1994 Research Award der Schwedischen Reichsbank
  • 1991 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

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