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Prof. Dr.

Volker Mosbrugger

Wahljahr: 2004
Sektion: Geowissenschaften
Stadt: Frankfurt (M.)
Land: Deutschland
CV Volker Mosbrugger - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Biodiversität und Umweltforschung, Evolution und Konstruktion von Landpflanzen, Evolution terrestrischer Ökosysteme, Terrestrische Paläoklimaforschung, Erd‐System‐Management

Volker Mosbrugger ist ein deutscher Paläontologe. Seine Hauptforschungsinteressen umfassen die Evolution und Konstruktionsmorphologie von Landpflanzen, die Evolution terrestrischer Ökosysteme sowie die terrestrische Paläoklimatologie. Die Auswirkungen des Klimawandels und den damit verbundenen Verlust an Biodiversität für den Menschen sowie für das System Erde zu erforschen sind Mosbruggers größte Anliegen.

Im Rahmen der Historischen Umweltforschung mit den Themenkomplexen Paläoökologie und Paläoklimatologie untersuchte Mosbrugger mit seiner Arbeitsgruppe unter anderem die Vegetation im Tertiär (65 bis 2 Millionen Jahre vor heute) oder das Klima im Jungtertiär (zwischen 20 und 15 Millionen Jahre vor heute). Mosbrugger interessieren insbesondere Bezüge zu aktuellen Klimaproblemen. Heutige ökologische und klimatische Veränderungen analysiert der er vor dem Hintergrund erdgeschichtlicher Vorgänge, um grundsätzliche Erkenntnisse über die Ursachen von Vegetationsveränderungen und die Entwicklungen von Ökosystemen und Mechanismen zu erhalten.

Werdegang

  • seit 2005 Professor am Institut für Geowissenschaften der Goethe‐Universität Frankfurt am Main und Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
  • 1990‐2005 Professor am Institut für Geowissenschaften der Universität Tübingen
  • 1990 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Paläontologie der Universität Bonn
  • 1989 Habilitation an der Universität Bonn
  • 1984‐1989 Hochschulassistent am Institut für Paläontologie der Universität Bonn
  • 1983 Promotion in Geologie und Paläontologie an der Universität Freiburg i. Br.
  • 1980 ‐ 1983 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Freiburg i. Br.
  • 1979 Staatsexamen in Biologie und Chemie an der Universität Freiburg i.Br.
  • 1973‐1979 Studium der Biologie, Meeresbiologie und Chemie an der Universität Freiburg i.Br. und in Montpellier, Frankreich

Funktionen

  • seit 2012 Senatsmitglied der Helmholtz‐Gemeinschaft
  • 2010‐2012 Vizepräsident der Leibniz‐Gemeinschaft
  • seit 2009 Direktor der Goethe Graduate Academy GRADE der Goethe‐Universität Frankfurt am Main
  • seit 2006 Ständiges Mitglied der Senatskommission der Helmholtz‐Gemeinschaft für den Forschungsbereich „Erde und Umwelt“
  • seit 2004 Vizepräsident der International Organization of Palaeobotany
  • 2002‐2008 Vorsitzender der DFG‐Senatskommission für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsforschung
  • 2001‐2003 Vizepräsident der Gesellschaft für Biologische Systematik
  • 1999‐2005 Vizepräsident der Paläontologischen Gesellschaft
  • seit 1996 Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Mitglied der Wissenschaftlichen Beiräte des Alfred‐Wegener‐Instituts für Polar‐ und Meeresforschung in Bremerhaven, des Geoforschungszentrums Potsdam und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover

Projekte

  • seit 2011 Wissenschaftlicher Koordinator des BMBF‐Programms „Zentralasien ‐ Monsundynamik und Geoökosysteme“ – CAME sowie Projektleiter des BMBFVerbundprojekts “Pasture Degradation Monitoring System“ – PaDeMoS
  • seit 2008 Sprecher des Projektes “Role of Culture in Early Expansion of Humans“ – ROCEEH der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
  • seit 2008 Wissenschaftlicher Co‐ Koordinator des DFG‐Schwerpunktprogramms 1372 “Tibetan Plateau: Formation ‐ Climate ‐ Ecosystems“ – TiP
  • 2008‐2014 Wissenschaftlicher Koordinator des LOEWE Biodiversitäts und Klimaforschungszentrums – BiK‐F
  • 1994‐2001 Sprecher des DFG‐Sonderforschungsbereichs 275 „Klimagekoppelte Prozesse in meso‐ und känozoischen Geoökosystemen“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2017 Hessischer Kulturpreis
  • 2013 Cretzschmar‐Medaille der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
  • 2005 Ehrendoktorwürde der Universität Lyon, Frankreich
  • seit 2004 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2003 Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
  • seit 2003 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz
  • 2001 Ehrenprofessor der Jilin Universität, Changchun, China
  • 1999 Gottfried Wilhelm Leibniz‐Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Mitglied von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

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