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Prof. Dr.

Reinhard Jahn

Wahljahr: 2004
Sektion: Biochemie und Biophysik
Stadt: Göttingen
Land: Deutschland

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Membranfusion, Fusionsproteine, Rolle von Proteinkomplexen bei der Exozytose

Reinhard Jahn interessiert sich seit vielen Jahren für die molekularen Mechanismen, die der Fusion von biologischen Membranen zugrunde liegen. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt dabei auf der Exocytose synaptischer Vesikel in Nervenzellen.

In seinen Arbeiten hat er sich sowohl mit dem Calcium-Rezeptor der Exocytose sowie mit den Fusionsproteinen selbst beschäftigt. Wichtige Beiträge beinhalten die Identifizierung und initiale Charakterisierung des Calcium-Rezeptors Synaptotagmin, die Identifizierung von SNARE-Proteinen als Angriffspunkt von Botulinus-Toxinen sowie die strukturelle Beschreibung von SNARE-Komplexen, was zur Erstellung eines heute allgemein akzeptierten Molekular-Modells für die Membranfusion führte.

Des weiteren hat sich Reinhard Jahn mit der Struktur synaptischer Vesikel beschäftigt und mehrere Komponenten dieser Organelle erstmals beschrieben.

Werdegang

  • seit 1997 Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen
  • seit 1995 Professor für Pharmakologie und Zellbiologie an der Yale University
  • seit 1991 Associate Investigator am Howard Hughes Medical Institute und außerordentlicher Professor für Pharmakologie und Zellbiologie an der Yale University
  • ab 1986 Nachwuchsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München
  • 1985 Assistant Professor, Rockefeller University
  • 1983-1985 Postdoc an der Yale University und der Rockefeller University, USA
  • 1981 Promotion an der Universität Göttingen
  • Studium der Biologie und Chemie

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2016 Balzan-Preis für Molekulare und zelluläre Neurowissenschaften
  • 2010 Niedersächsischer Wissenschaftspreis
  • 2006 Ernst Jung-Preis für Medizin
  • seit 2004 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2000 Gottfried Wilhelm-Leibniz‑Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • 1990 Max‑Planck‑Forschungspreis

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