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Prof. Dr.

Hans Joachim Schellnhuber

Wahljahr: 2007
Sektion: Physik
Stadt: Potsdam
Land: Deutschland
CV Hans Joachim Schellnhuber - Deutsch (pdf)
CV Hans Joachim Schellnhuber - English (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Festkörperphysik, Dynamik komplexer Systeme, Klimafolgenforschung, Erdsystemanalyse, Nachhaltigkeitsforschung

Hans Joachim Schellnhuber ist einer der Begründer und Vordenker der interdisziplinären Klima- und Klimafolgenforschung. Durch die unter seiner Leitung entwickelten Modellierungsmethoden lassen sich das Phänomen Klimawandel und dessen Auswirkungen auf das Erdsystem, die Biosphäre und die Weltwirtschaft entschieden besser verstehen. Mit diesen Arbeiten legte Schellnhuber die wissenschaftlichen Grundlagen für das Ziel der Europäischen Union, die mittlere Erderwärmung auf 2 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen.

Als einer der ersten hat Schellnhuber die Forschung zu nachhaltigen Lösungsstrategien zielgerichtet vorangetrieben. Schellnhuber ist seit seiner Gründung im Jahre 1991 Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Aufbauend auf seiner persönlichen Reputation und dem herausragenden Ruf seines Institutes hat er sich immer wieder in die klimapolitische Diskussion eingebracht, etwa als Chefberater der Bundesregierung in Klima- und Energiefragen zur Zeit der deutschen G8 und EU-Ratspräsidentschaft und als Berater des EU-Kommissionspräsidenten. Schellnhuber wirkte außerdem als Forschungsdirektor des Tyndall Centre for Climate Change Research (GB). Hierfür wurde ihm der Titel eines Commander of the Most Excellent Order of the British Empire verliehen.

Foto: IASS

Werdegang

  • seit 1993 Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Professor für Theoretische  Physik an der Universität Potsdam
  • 2005-2009 Gastprofessor für Physik, Ehrenmitglied des Christ Church College und  Senior James Martin Fellow an der Universität Oxford, UK
  • 2001-2005 Forschungsdirektor des Tyndall Centre for Climate Change Research und Professor an der Environmental School der University of East Anglia, Norwich, UK
  • 1992 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM), Universität Oldenburg
  • 1991 Gründungsdirektor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
  • 1988-1993 Ordentlicher Professor für Theoretische Physik am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM), Universität Oldenburg
  • 1987-1989 Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1987-1988 Gastprofessor am Institute of Nonlinear Sciences, University of California, Santa Cruz, USA
  • 1982-1987 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Physik, Universität Oldenburg
  • 1985 Habilitation in Theoretischer Physik, Universität Oldenburg
  • 1981-1982 Postdoctoral Fellow am Institute for Theoretical Physics (ITP), University of California, Santa Barbara, USA
  • 1980 Promotion in Theoretischer Physik, Universität Regensburg
  • 1976-1981 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Physik, Universität Regensburg
  • 1976 Diplom in Physik
  • 1971-1976 Studentische Hilfskraft am Fachbereich Physik, Universität Regensburg
  • 1970-1976 Studium der Physik und der Mathematik, Universität Regensburg

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2017 Blue Planet Prize der Asahi Glass Foundation, Japan
  • seit 2015 Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, Vatikanstadt
  • 2011 Ehrendoktorwürde der Universität Kopenhagen, Dänemark
  • 2011 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
  • 2011 Volvo Environment Prize
  • 2009 Wissenschaftsbotschafter des Landes Brandenburg
  • 2008 Roter-Adler-Orden, Verdienstorden des Landes Brandenburg
  • 2008 Umweltpreis des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.)
  • 2007 Deutscher Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
  • 2004 Honorary CBE (Commander of the Most Excellent Order of the British Empire), verliehen durch Queen Elizabeth II
  • 2002 Wolfson-Forschungspreis der britischen Royal Society und Aufnahme in die Gesellschaft als Research Fellow
  • 1987 Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1970 Hochbegabten-Stipendium des Freistaats Bayern

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