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Prof. Dr.

Wilhelm Barthlott

Wahljahr: 1999
Sektion: Organismische und Evolutionäre Biologie
Stadt: Bonn
Land: Deutschland
CV Wilhelm Barthlott - Deutsch (pdf)

Forschung

Wilhelm Barthlott zeichnet sich durch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten auf den Gebieten Biodiversitätsforschung, Tropenökologie, globale Kartierung der Artenvielfalt, Systematik und Evolution der Pflanzen sowie Raster-Elektronenmikroskopie pflanzlicher Oberflächen aus.

Barthlott ist der erste Botaniker, der die Raster-Elektronenmikroskopie seit 1970 systematisch zur Erforschung pflanzlicher Oberflächen einsetzt. Daraus entwickelte sich seit den 1980er Jahren ein Schwerpunkt zur Erforschung pflanzlicher Grenzflächen. Das Ergebnis war vor allem die Entdeckung des Selbstreinigungs-Effektes superhydrophober mikro- und nanostrukturierter Oberflächen. Es gelang ihm, nach biologischen Vorbildern technische Oberflächen mit selbstreinigenden Eigenschaften zu entwickeln, die unter dem Markennamen „Lotus-Effekt®“ ein wirtschaftlicher Erfolg wurden.

Werdegang

  • seit  2011 Professor Emeritus
  • 1985-2011 Professor und Direktor am Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • 1982-1985 Professur an der Freien Universität Berlin
  • 1981 Habilitation an der Universität Heidelberg
  • 1973 Promotion an der Universität Heidelberg
  • 1968-1973 Studium an der Universität Heidelberg

Projekte

  • seit 2005 BMBF - BIONA  (Bionische Innovationen für nachhaltige Produkte und Technologien)
  • 2004-2010 BMBF - BIOKON  (Bionik-Kompetenz-Netz)
  • 2000-2010 BMBF - BIOTA Africa Projekt  (BIOdiversity,  Transect,  Analysis)

Funktionen

  • 2010 Member of the Editorial Board Beilstein Journal of Nanotechnology
  • 2010 Founding member and Director of the Board International Society of Bionic Engineering (ISBE), Beijing, China
  • 1987-2004 Fachgutachter-Tätigkeit  für die Deutsche Forschungsgemeinschaft

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2007 Maecenas-Medaille des Universitätsclubs Bonn
  • 2006 Erster Preis des Hochschulwettbewerbes „Patente Erfinder“ des Landes Nordhrein-Westfalen
  • 2005 Innovationspreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
  • 2004/05 Scientist in Residence der Universität Duisburg-Essen
  • 2002 Cactus d’Or des Fürstentums Monaco
  • 2001 Treviranus-Medaille des Verbandes Deutscher Biologen
  • 2001 GlobArt Award für grenzüberschreitendes innovatives Denken, Österreich
  • 1999 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Halle
  • 1999 Philip-Morris-Forschungspreis
  • 1999 Deutscher Umweltpreis
  • 1998 Nominierung Zukunftspreis des Bundespräsidenten
  • 1998 Orden Andrés Bello des Präsidenten Rafael Caldera der Republik Venezuela
  • 1997 Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste,Düsseldorf
  • 1997 Karl Heinz Beckurts-Preis für wirtschaftlich-innovative Grundlagenforschung
  • 1991 Foreign Member der Linnean Society London, UK
  • 1990 Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz

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