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Prof. Dr.

Bettina Schöne-Seifert

Wahljahr: 2009
Sektion: Wissenschaftstheorie
Stadt: Münster
Land: Deutschland
CV Bettina Schöne-Seifert - deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Philosophie, Wissenschaftstheorie und -ethik, angewandte Ethik, Reproduktionsmedizin, Sterbehilfe, Stammzellforschung, Enhancement, Psychiatrie-Ethik, Konsequentialistische Ethik, Willensfreiheit, personale Identität

Bettina Schöne Seifert ist Medizinerin und Philosophin. Neben der Theorie der Ethik, insbesondere Konsequentialistischer Ethik, befasst sich Schöne-Seifert mit Themen der Angewandten Ethik. Zuletzt widmete sie sich auf diesem Gebiet der Frage, ob in der Medizin eine Priorisierung angesichts knapper ökonomischer Ressourcen vertretbar ist und welche ethischen Kriterien einer Priorisierungsentscheidung in der Behandlung von Menschen zugrunde liegen sollten. Ferner widmet sich Bettina Schöne-Seifert auch ethischen Fragen der Reproduktionsmedizin, Sterbehilfe und Stammzellforschung.

Bettine Schöne Seifert sprach sich 2001 als Mitglied des Deutschen Ethikrats für eine Gesetzesänderung nach englischem Vorbild aus, wonach Embryonen bis zu zwei Wochen nach der Befruchtung für die „verbrauchende“ Forschung genutzt werden dürfen.

Werdegang

  • seit 2003 Professorin für Medizinethik an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster/Kooptation am Philosophischen Seminar
  • 2001-2003 Gastdozentin an der Zentralen Einrichtung für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsethik an der Leibniz-Universität Hannover
  • 2000 Habilitation an der Philosophischen Fakultät der Universität Göttingen zum Thema „Moderate Konsequentialistische Ethik. Theoretische Eingrenzungen und eine Anwendung für die normative Reglung von Patientenaufklärung“
  • 1997-2000 Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Ethik der Universität Zürich   
  • 1990-1996 Wissenschaftliche Assistentin am Philosophischen Seminar der Universität Göttingen (Lehrstuhl Professor Lorenz Krüger)
  • 1983-1990 Studium der Philosophie und Medizinethik in Göttingen, Los Angeles und Georgetown
  • 1984-1987 Assistenzärztin an der Universitätskinderklinik in Göttingen
  • 1982 Ärztliche Approbation und medizinische Promotion in Göttingen
  • 1975-1982 Studium der Humanmedizin in Freiburg, Wien und Göttingen

Projekte

  • seit 2007 DFG-Projekt „Effizienz als normativ kritisiertes Priorisierungskriterium: eine systematisch-konstruktive Analyse der aktuellen Kontroversen“
  • seit 2009 DFG-Projekt „Theoretische Grundfragen der Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik“
  • 2006-2010 DFG-Projekt „Implikationen aktueller Ergebnisse der Neurowissenschaften für das (rechts)ethische Verständnis individueller Verantwortlichkeit“

Funktionen

  • seit 2010 Mitglied der DFG-Forschergruppe "Normenbegründung in der Medizinethik und Biopolitik“
  • 2001-2010 Mitglied des Nationalen/Deutschen Ethikrats
  • seit 2006 Mitglied der deutschen Akademie für Transplantationsmedizin
  • 1995-2003 Mitglied der Ständigen Kommission Organtransplantation an der Niedersächsischen Ärztekammer
  • 1986 Gründungsmitglied der Akademie für Ethik in der Medizin

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2011 Arthur-Burckhardt-Preis zur Förderung der Geistes-und Naturwissenschaften
  • 2010 Fellow des Hastings Center
  • seit 2009 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2008-2013 Max Planck Fellow
  • seit 2008 Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
  • 1984-1995 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin
  • 1983-1984 Stipendium der Mildred-Scheel-Stiftung

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