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Prof. Dr.

Albert Einstein

Nobelpreis für Physik 1921

Wahljahr: 1932
Sektion: Physik
Stadt: Princeton
Land: USA

Forschung

Albert Einstein war ein deutsch-schweizerisch-amerikanischer theoretischer Physiker. Seine Arbeiten veränderten das physikalische Weltbild nachhaltig. Er gilt als einer der bedeutendsten Physiker aller Zeiten. Für seine Verdienste um die theoretische Physik, insbesondere für die Entdeckung des Photoelektrischen Effekts, wurde er 1922 mit dem Nobelpreis für Physik für das Jahr 1921 ausgezeichnet.

Ein Ereignis aus dem Jahr 1919 sorgte dafür, dass Einsteins Popularität weltweit stark anstieg: während einer Sonnenfinsternis am 29. Mai beobachtete der britische Astrophysiker Arthur Eddington, dass die Ablenkung des Lichts eines Sterns durch das Schwerefeld der Sonne näher an dem von Einsteins Relativitätstheorie vorhergesagten Wert lag als an dem aus Newtons Korpuskeltheorie, was einem Beweis für die Richtigkeit von Einsteins Arbeit gleichkam. Als ein Ergebnis dieser experimentellen Beobachtung entstand 1921 in Potsdam der Einstein-Turm. Mit Hilfe dieses Turmteleskops sollte die Relativitätstheorie einer weiteren Überprüfung unterzogen werden.

Im Jahr 1922 entschied das Nobelkomitee, dass Einstein für das Jahr 1921 den Nobelpreis für Physik verliehen bekommen sollte. Er wurde ihm für die Entdeckung des photoelektrischen Effekts, die Einführung des Begriffs der Lichtquanten sowie für seine Beiträge zur theoretischen Physik zuerkannt. Seine Arbeiten revolutionierten die Physik jener Zeit. Zudem bildete sich durch sie eine neue Auffassung über das Wesen von Raum und Zeit sowie über die Schwerkraft.

Werdegang

Zwischen 1896 und 1900 studierte Albert Einstein an der Technischen Hochschule in Zürich. Diese Ausbildung schloss er mit einem Lehrerdiplom für die Fächer Mathematik und Physik ab. Im Jahr 1902 trat er eine Stelle am Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum (Patentamt) in Bern an, wo er bis 1909 als Technischer Vorprüfer tätig war. Im Jahr 1905 veröffentlichte er in den „Annalen der Physik“ Beiträge zur Quantentheorie und zur Relativitätstheorie. Damit erweiterte er die Quantentheorie von Max Planck um die Hypothese der Lichtquanten. Außerdem leitete er mit der Begründung der „Speziellen Relativitätstheorie“ den Übergang zur Wissenschaft des 20. Jahrhunderts ein. Kurze Zeit später lieferte er mit der Formel E=mc2 einen Nachtrag zu seiner Speziellen Relativitätstheorie, wonach die Energie eines Körpers das Produkt aus seiner Masse und dem Quadrat der Lichtgeschwindigkeit ist.

1907 habilitierte sich Einstein an der Universität Bern, zwei Jahre später erhielt er eine Professur für theoretische Physik an der Universität Zürich. Es folgte 1911 eine Tätigkeit als Ordinarius an der Universität Prag sowie 1912 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. 1914 erhielt er auf Betreiben von Max Planck einen Ruf an die Preußische Akademie der Wissenschaften in Berlin, wo er sich ausschließlich der Forschung widmen konnte. Zudem erhielt er die Lehrberechtigung an der Berliner Universität, jedoch ohne eine Verpflichtung zur Lehre. So blieb ihm mehr Zeit, sich auf die Arbeit an seiner Allgemeinen Relativitätstheorie zu konzentrieren. Im Oktober 1915 veröffentlichte er diese zusammen mit einer Arbeit über den Einstein-de Haas-Effekt. Am 1. Oktober 1917 wurde Einstein zum Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik in Berlin berufen, wo er bis 1933 blieb.

Ein Ereignis aus dem Jahr 1919 sorgte dafür, dass Einsteins Popularität weltweit stark anstieg: während einer Sonnenfinsternis am 29. Mai beobachtete der britische Astrophysiker Arthur Eddington, dass die Ablenkung des Lichts eines Sterns durch das Schwerefeld der Sonne näher an dem von Einsteins Relativitätstheorie vorhergesagten Wert lag als an dem aus Newtons Korpuskeltheorie, was einem Beweis für die Richtigkeit von Einsteins Arbeit gleichkam. Als ein Ergebnis dieser experimentellen Beobachtung entstand 1921 in Potsdam der Einstein-Turm. Mit Hilfe dieses Turmteleskops sollte die Relativitätstheorie einer weiteren Überprüfung unterzogen werden.
Im Jahr 1922 entschied das Nobelkomitee, dass Einstein für das Jahr 1921 den Nobelpreis für Physik verliehen bekommen sollte. Er wurde ihm für die Entdeckung des photoelektrischen Effekts, die Einführung des Begriffs der Lichtquanten sowie für seine Beiträge zur theoretischen Physik zuerkannt. Seine Arbeiten revolutionierten die Physik jener Zeit. Zudem bildete sich durch sie eine neue Auffassung über das Wesen von Raum und Zeit sowie über die Schwerkraft.

Zwischen 1925 und 1927 arbeitete Einstein an seiner Quantentheorie. Die Forschungsarbeiten in Berlin unterbrach er mehrfach, um Vorlesungen auf der ganzen Welt zu halten. Häufig hielt er sich in den USA auf. Am Tag der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, dem 30. Januar 1933, befand sich Einstein im kalifornischen Pasadena. Als Folge der politischen Ereignisse legte er sein Amt an der Preußischen Akademie der Wissenschaften nieder und kam damit dem Ausschluss durch die Nazis zuvor. Er protestierte gegen die Menschenrechtsverletzungen in Deutschland und siedelte in die Vereinigten Staaten über. Dort erhielt er eine Anstellung am Institute for Advanced Studies in Princeton (New Jersey). In Princeton widmete Einstein sich der Suche nach einer einheitlichen Feldtheorie.

Wenige Monate später gab er seine deutsche Staatsbürgerschaft zurück, nachdem der politische Druck in Deutschland weiter gewachsen war: So waren Einsteins Sommerhaus in Caputh bei Potsdam sowie seine Berliner Stadtwohnung durchsucht worden. Zudem fielen einige seiner Schriften den  von Propagandaminister Joseph Goebbels proklamierten öffentlichen Bücherverbrennungen zum Opfer.

Obwohl er grundsätzlich pazifistisch eingestellt war, unterzeichnete er am 2. August 1939 eine Aufforderung an den amerikanischen Präsidenten, den Bau der Atombombe voranzutreiben, denn er befürchtete die militärische Nutzung der deutschen Atomforschung. Nach dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki im August 1945 gründete Einstein das „Emergency Committee of Atomic Scientists“, dessen Präsident er zugleich wurde. In dieser Funktion engagierte er sich fortan für die friedliche Nutzung der Atomenergie.

Nobelpreis

Bereits im Jahr 1905 veröffentlichte Einstein – damals noch als weithin unbekannter Angestellter am Patentamt in Bern – drei wichtige und herausragende Arbeiten: Eine zum Photoelektrischen Effekt, die als Pionierarbeit der Quantentheorie gilt, eine weitere zur Brownschen Molekularbewegung, die eine theoretische Fundierung der damals noch umstrittenen Atomhypothese darstellt, und schließlich eine über die Relativitätstheorie, deren spezielle Formulierung ebenfalls auf das Jahr 1905 datiert. Zehn Jahre später lieferte er mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie gewissermaßen die Krönung seiner bisherigen Arbeit, die bis heute als eine der größten Leistungen des menschlichen Geistes gilt.

Für seine Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen Physik war Einstein seit 1910 immer wieder für den Nobelpreis nominiert worden. 1922 wurde er ihm für das Jahr 1921 zugesprochen. Als offizielle Begründung führte das Nobelkomitee jedoch an, die Ehrung werde ihm für die Arbeit zum Photoelektrischen Effekt verliehen, was wohl auch daran lag, dass die Allgemeine Relativitätstheorie den Juroren zum damaligen Zeitpunkt noch nicht als ausreichend empirisch bewiesen galt.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

Einstein wurde mit zahlreichen weiteren Preisen geehrt, darunter die Copley Medal der Royal Society in London (1925) und die Franklin Medal des Franklin Institute in Philadelphia (1935). Zudem erhielt er die Ehrendoktorwürden zahlreicher Universitäten, darunter Rostock (1919), Princeton (1921), Zürich (1930), Oxford (1931) und Harvard (1935). Außerdem war er Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Akademien, darunter der Preußischen und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Physikalischen Gesellschaft Zürich, der Royal Dutch Academy of Science, der Royal Danish Academy of Science and Letters und auch der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, in die er 1932 aufgenommen wurde.

Zur Person

Albert Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm als Sohn von Hermann Einstein und seiner Frau Pauline, geborene Koch, geboren. Die Familie war jüdischen Glaubens. 1880 zogen die Einsteins nach München. Dort wurde am 18. November 1881 Alberts jüngere Schwester Maja geboren. Ab 1885 besuchte er die Volksschule, vier Jahre später das Luitpold-Gymnasium in München, das heute seinen Namen trägt.

Während des Studiums lernte er seine erste Ehefrau Milena Maric kennen. Das Paar heiratete am 6. Januar 1903 in Bern und bekam die Söhne Hans Albert (1904) und Eduard (1910). Die Ehe mit Milena wurde 1919 geschieden. Kurze Zeit später heiratete Einstein seine Cousine Elsa Löwenthal, geborene Einstein. Sie brachte zwei Töchter mit in die Ehe. Elsa starb 1936 im Exil in Princeton. Drei Jahre später zog Einsteins Schwester Maja zu ihm.

Im Exil in den Vereinigten Staaten verhalf Einstein vielen bedrohten jüdischen Intellektuellen, Künstlern und Wissenschaftlern zur Ausreise aus Deutschland beziehungsweise zur Einreise in die USA, in dem er ihnen Empfehlungsschreiben ausstellte. Im Jahr 1940 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Außerdem behielt er seine Schweizer Staatsbürgerschaft zeitlebens bei. Seine Haltung zu Deutschland blieb bis zu seinem Tod getrübt.

1946 wurde Einstein emeritiert, er arbeitete aber weiter an seinem Institut in Princeton. Noch wenige Tage vor seinem Tod unterzeichnete er am 11. April 1955 gemeinsam mit zehn anderen bedeutenden Wissenschaftlern das sogenannte Russell-Einstein-Manifest, in dem er für Abrüstung eintrat. Albert Einstein starb am 18. April 1955 in Princeton.

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