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Prof. Dr. Dr.

Heinz Häfner

Wahljahr: 1989
Sektion: Neurowissenschaften
Stadt: Heidelberg
Land: Deutschland
Mitglied im Fokus vom 2. Juli 2013
CV Heinz Häfner - Deutsch (pdf)

Forschung

Heinz Häfner gehört zu den profiliertesten und einflussreichsten Psychiatern der Nachkriegszeit. Er plante und leitete das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, das mit einem Demonstrationsmodell (WHO) gemeindenaher Versorgung verbunden wurde. Das Zentralinstitut wurde zu einer Forschungsstätte der Psychiatrie und Neurowissenschaften von hohem internationalen Rang. Seit seiner Emeritierung (1994) ist H. Häfner weiter in der Forschung am Institut tätig. Zu den frühen Forschungsleistungen H. Häfners zählen Beiträge zur Klärung der Funktionen des Frontalhirns, die Feststellung von überdauernden psychischen Veränderungen nach Extrembelastungen (KZ-Haft) und die deutschlandweite Analyse des Gewalttäterrisikos Geisteskranker (Risiko- und Schutzfaktoren) in einer 10-Jahresperiode und die kontrollierte Mehrebenen- und Verlaufsforschung an der Schizophrenie und ihren Symptomdimensionen.
Professor Häfner hat rund 700 Publikationen aufzuweisen, darunter kürzlich ein Buch mit dem aktuellen Wissen über Schizophrenie (C. H. Beck, 2000, 3. Aufl. 2005) und das psychiatriehistorische Werk Ludwig II. von Bayern – Ein König wird beseitigt (C. H. Beck, 2008).

Werdegang

  • seit 1994 Professor Emeritus für Psychiatrie, Medizinische Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg
  • seit 1987 Leitung und Projektkoordination der AG Schizophrenieforschung am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Med. Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg
  • 1980-1999 Direktor des WHO Collaboration Centre for Research and Training in Mental Health
  • 1975-1994 Gründer und Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit
  • 1968 Professor für Psychiatrie an der Medizinischen Fakultät Mannheim/Universität Heidelberg und Direktor der Psychiatrischen Klinik
  • 1967 Fakultät für Klinische Medizin Mannheim / Universität Heidelberg – Lehrstuhl Psychiatrie
  • 1965 Professor und Abteilungsleiter für Sozialpsychiatrie an der Universität Heidelberg
  • 1960 Habilitation Universität Heidelberg
  • 1951 Promotion an der Universität München (Dr. phil.)
  • 1950 Promotion an der Universität München (Dr. med.)
  • 1946-1951 Studium der Philosophie und Psychologie an der Universität München
  • 1944-1950 Studium der Medizin an der Universität München

Projekte

  • seit 1987 Projektkoordination der ABC-Schizophreniestudie und -Begleitstudien
  • 1998-2011 Vorstandsmitglied Multicenter-Projekt Kompetenznetz Schizophrenie (gefördert durch BMBF); Sprecher Projektbereich I „Früherkennung und Frühintervention“ Sprecher oder Stv. Sprecher der DFG-Sonderforschungsbereiche:
  • 1987-1998 SFB 258 „Indikatoren und Risikomodelle für Entstehung und Verlauf psychischer Störungen“
  • 1972-1985 SFB 216 „Psychiatrische Epidemiologie“

Funktionen

  • seit 1996 World Psychiatric Association; Educational Programme on Fighting Schizophrenia and its Stigma: Chairman der Review Group
  • 1996-1997 Kommissionsmitglied des Bayerischen Wissenschaftsministeriums zur Neuordnung der Medizinischen Fakultäten und Klinika der Universität München
  • 1993-1994 Vorsitzender des Expertenkreises Epidemiologie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
  • 1992-2002 Vorsitzender des Zentralen Gutachterkreises “Public Health” des BMBF und des BMG sowie der Gutachterkreise der Public Health Verbünde Sachsen und Bayern
  • 1988-2002 Verwaltungsratsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Psychiater, Mitglied des Präsidiums 1994-2002
  • 1980-2011 WHO Expert Advisory Panel in Mental Health
  • 1976-1980 WHO European Advisory Board on Biomedical Research
  • 1975-1983 Wissenschaftsrat, Vorsitzender (zeitweilig) der Wissenschaftlichen Kommission und des Ausschusses Medizin
  • 1971-1975 Stellvertretender Vorsitzender der Psychiatrie-Enquête der Bundesregierung

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2013 Wilhelm Griesinger-Medaille der DGPPN
  • 2013 Charlotte und Karl Bühler-Ehrenmedaille
  • 2009 Dr. Hans Martini Medaille der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg
  • 2008 Hermann-Simon-Preis (Lebensleistung / Gründer des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim)
  • 2002 Ehrenmedaille der Deutschen Gesellschaft für Public Health
  • 1999 Leader of Psychiatry Award der World Psychiatric Association (WPA)
  • 1994 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der BRD
  • 1992 Dr. rer. soc. h.c. der Universität Konstanz (Klinische Psychologie)
  • seit 1991 Heidelberger Akademie der Wissenschaften
  • 1990 Dr. med. h.c. der Universität Helsinki
  • seit 1989 Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 1988 Erik-Strömgren-Medaille (Psychiatrische Epidemiologie)
  • 1983 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der BRD
  • seit 1977 Section Committee on Epidemiology and Public Health, Gründer und Vorsitzender bis 1992; EPA (European Psychiatric Association)
  • 1972 Hermann-Simon-Preis (Epidemiologie und Sozialpsychiatrie)
  • seit 1965 Mitglied der World Psychiatry Association (WPA); Mitgründer, Secretary und Chairman des WPA Section Committee on Psychiatric Epidemiology and Public Health (1969)
  • 1960 Preis der Stiftung Michael (Genetik der Epilepsie)

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