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Prof. Dr.

Wolf Singer

Wahljahr: 1998
Sektion: Neurowissenschaften
Stadt: Frankfurt (M.)
Land: Deutschland
CV Wolf Singer - Deutsch (pdf)
CV Wolf Singer - Englisch (pdf)

Forschung

Wolf Singer gehört zu den weltweit bedeutendsten Neurowissenschaftlern. Schon früh widmete er sich den Systemneurowissenschaften. In dieser Disziplin werden die komplexen Netzwerke erforscht, aus denen unser Gehirn aufgebaut ist. Ein Forschungsschwerpunkt des Wissenschaftlers sind die Grundlagen neurologischer und psychiatrischer Störungen. Seine Befunde gelten heute als Klassiker und erfahren große Beachtung.

Inspiriert und angeleitet durch Otto Creutzfeld am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München gelangen Singer wichtige Arbeiten über die Verschaltung und Veränderlichkeit der Teile des Gehirns, die für die Seheindrücke und deren Verarbeitung zuständig sind. 1981 wurde er zum Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt/Main berufen. Auch dort widmete er sich den Systemneurowissenschaften und er erweiterte sein Arbeitsgebiet auf die Erforschung der Grundlagen neurologischer und psychiatrischer Störungen. 2004 gründete Singer das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), das sich unter anderem mit der theoretischen Bearbeitung neurobiologischer Fragen befasst. 2008 gründete Singer schließlich das Ernst Strüngmann Institut (ESI) für Neurowissenschaften in Kooperation mit der Max Planck Gesellschaft, das der Erforschung höherer Hirnleistungen gewidmet ist.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit hat sich Wolf Singer in der Diskussion über die Bedeutung der Hirnforschung für die Gesellschaft einen Namen gemacht. Er publiziert Essays in großen überregionalen Zeitungen. Insbesondere seine Auseinandersetzungen zur Frage des „freien Willens“ haben ihm viel Beachtung eingebracht. Singers Engagement in der öffentlichen Diskussion wurde 2002 mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewürdigt. Seit 1998 ist Wolf Singer Mitglied der Leopoldina in der Sektion Neurowissenschaften.

Werdegang

  • 2011 Direktor Emeritus am Max-Planck-Institut für Hirnforschung Senior Fellow am Ernst Strüngmann Institute (ESI) for Neuroscience in Cooperation with Max Planck Society
  • 2008 Gründungsdirektor des Ernst Strüngmann Institute (ESI) for Neuroscience in Cooperation with Max Planck Society
  • 2006 Gründungsdirektor des Ernst Strüngmann Forum
  • 2004 Gründungsdirektor des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
  • 1981-2011 Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung
  • 1975 Habilitation an der medizinischen Fakultät der TU München
  • 1971 Forschungsaufenthalt als Postdoc an der University of Sussex, UK
  • 1968 Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1964-1965 Studium an der Sorbonne, Troisième Cycle de Neurophysiologie, Faculté des Sciences, Paris, Frankreich
  • 1962-1968 Studium  an der Ludwig-Maximilian-Universität München

Funktionen

  • 2011 Berater des Päpstlichen Rates für die Kultur ad quincennium
  • 2010 Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission Lebenswissenschaften der Leopoldina
  • 2004 Mitglied des Vorstands Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
  • 2004 Mitglied des Vorstands Brain Imaging Center (BIC)

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2013 Cothenius-Medaille der Leopoldina
  • 2011 Bundesverdienstkreuz
  • 2009 Kaloy-Preis, Universität Genf, Schweiz
  • 2008 Dr. honoris causa Rutgers University, USA
  • 2007 Mitglied der Russian Academy of Sciences
  • 2006 INNS Hebb Award
  • 2005 Aschoff Prize, Universität Freiburg
  • 2005 Dr. honoris causa Universität Oldenburg
  • 2003 Hans Berger Prize, Society for Clinical Neurophysiology
  • 2003 Communicator-Preis, DFG
  • 2003 Betty und David Koetser Prize, Universität Zürich, Schweiz
  • 2003 Krieg Cortical Discoverer Award of the Cajal Club
  • 2002 Ernst-Hellmut-Vits-Preis, Universität Münster
  • 2002 Chevalier de la Legion d'Honneur
  • 2002 La Medaille de la Ville de Paris
  • 2001 Max-Planck-Preis für Öffentlichkeitsarbeit
  • 2000 Körber-Preis für Europäische Wissenschaft
  • 1998 Hessischer Kulturpreis
  • 1998 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Halle
  • 1994 Zülch-Preis
  • 1994 Ernst-Jung-Preis für Wissenschaft und Forschung
  • 1992 Konsultor des Päpstlichen Rates für die Kultur ad quincennium
  • 1991 Preis der IPSEN Foundation (mit Thorsten Wiesel und Ursula Bellugi)

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