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Prof. Dr.

Ernst Bamberg

Wahljahr: 2011 Sektion: Biochemie und Biophysik
Stadt: Frankfurt (M.) Land: Deutschland

Forschung

Die Anwendung der von Nagel, Hegemann und Bamberg entdeckten Channelrhodopsine (ChR1, 2) aus der einzelligen Grünalge Chlamydomonas reinhardtii als Licht-gesteuerte Kationenkanäle zusammen mit der Licht-getriebenen Chloridpumpe Halorhodopsin (NphR) aus halophilen Bakterien in elektrisch erregbaren Zellen hat zu der inzwischen weltweit eingesetzten Methode der Optogenetik geführt. Vor allem in der Neurobiologie hat diese Entwicklung eine Revolution ausgelöst, da jetzt Nervenzellen in Kultur und im Gehirn lebender Tiere mit hoher Zeitauflösung und vor allem mit bis dato nicht gekannter Ortsauflösung mit Licht reversibel angeschaltet (ChR2) bzw. still gelegt (NphR) werden können. Die Optogenetik bietet eine biomedizinische Perspektive bei neurodegenerativen Erkrankungen wie z. B. Makuladegeneration und Parkinson. Bamberg beschäftigt sich mit dem molekularen Mechanismus der Licht-gesteuerten Kanäle und entwickelt neue optogenetische Werkzeuge für neurobiologische und potenzielle biomedizinische Anwendungen.

Werdegang

  • seit 1993 C4-Professor für Biophysikalische Chemie an der Universität Frankfurt/Main und Direktor der Abteilung Biophysikalische Chemie am Max-Planck-Institut für Biophysik, Frankfurt/Main
  • 1983 Leiter einer Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut, Frankfurt/Main
  • 1979-1983 Enpfänger des Heisenbergstipendiums
  • 1977 Habilitation mit einem biophysikalischen Thema zur Ionenpermeabilität und zur Kinetik von Peptidionenkanälen
  • seit 1971 Mitarbeiter der Universität Konstanz
  • 1971 Promotion: Untersuchungen zum Ionentransport an künstlichen Lipidmembranen
  • Studium Physikalische Chemie an der Universität Basel, Schweiz

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2013 The Brain Prize
  • 2012 K. J. Zülch-Preis der Gertrud Reemtsma Stiftung
  • 2010 Karl Heinz Beckurts-Preis
  • 2010 Wiley Prize in Biomedical Sciences
  • 2009 Stifterverbandspreis 2009 des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft
  • 1987 Boris Rajewsky Preis für Biophysik

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