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Prof. Dr.

Bertram Brenig

Wahljahr: 2001
Sektion: Agrar- und Ernährungswissenschaften
Stadt: Göttingen
Mitglied im Fokus vom 28. September 2012
CV Bertram Brenig - Deutsch (pdf)

Forschung

Bertram Brenig ist an der strukturellen und funktionellen Analyse von Säugetiergenen und –genomen interessiert. Er untersucht die Ursache ökonomisch bedeutender genetischer Erkrankungen bei Nutztieren und anderen domestizierten Tieren. Ein Hauptarbeitsgebiet ist die Analyse porciner Gene und deren Funktion, z. B. im Zusammenhang mit der molekularen Aufklärung der porcinen Inguinal- und Scrotalhernien. Mittels Genomscans konnte er verschiedene chromosomale Regionen identifizieren, die mit der Entstehung von Hernien gekoppelt sind. Strategien der Feinkartierung, positionellen Klonierung und Kandidatengenanalyse werden zur weiteren Aufklärung eingesetzt. Daneben hat er in den letzten Jahren aber auch andere Tierarten in das Spektrum der Untersuchungen aufgenommen, so z. B. das Rind, den Hund, das Schaf und den Büffel. Im Bereich der Genomanalyse beim Rind interessiert er sich u. a. für die Bovine Spongiforme Encephalopathie (BSE). Unterschiede in der oralen Aufnahme von Prionen werden zwischen Schwein und Rind auf molekularer Ebene verglichen. Brenig hat als erster humorale zirkulierende Nukleinsäuren im Serum BSE-infizierter Rinder identifiziert und daraus den ersten Lebendtest für BSE entwickelt. Zirkulierende Nukleinsäuren werden aber auch bei anderen Tierarten untersucht, so z. B. bei Leberkarzinomen des Hundes oder pankreatischen Neoplasien der Katze.

Bertram Brenig is interested in the structural and functional analysis of mammalian genes and genomes. He is investigating the cause of different economical important genetic defects in livestock and other domesticated animals. So far his main focus was on porcine genes and their function, e.g. he currently analyses the molecular origin of porcine hernia inguinalis and scrotalis. Using whole genome scans he identified several chromosomal regions that are linked to this disorder. Fine mapping, positional cloning and candidate gene analysis are used for further elucidation. However, in recent years he also started to look at genes in other species, e. g. cattle, dog, sheep, and buffalo. Especially in cattle, he is interested in the molecular analysis of bovine spongiform encephalopathy (BSE). The differences in oral uptake of prion protein between cattle and pig is studied in vivo and in vitro. He was the first to identify humoral microvesical encapsulated nucleic acids that are altered during a prion infection and can be used as diagnostic tool. These findings were used to develop the first ante mortem BSE test. Humoral nucleic acids are also studied in several other diseases, e. g. liver carcinoma in dog and pancreatic neoplasias in cat.

Werdegang

  • 2001 Fachtierarzt für Molekularbiologie und Biotechnologie
  • seit 1993 Lehrstuhl für Molekularbiologie der Nutztiere an der Georg-August-Universität Göttingen und Direktor des Tierärztlichen Instituts
  • 1993 Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1987 Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1979-1984 Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Veterinärmedizinischen Universität Wien

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2012 Friendship Award der Volksrepublik China
  • 2012 Lushan Friendship Award der Provinz Jiangxi (China)
  • 2006-2010 Präsident der International Society for Animal Genetics (ISAG)
  • 2006 Wissenschaftspreis der Heinrich Stockmeyer-Stiftung
  • 2003-2009 Senator der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • seit 2002 Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
  • 2001-2005 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)
  • 2000-2006 Schatzmeister der International Society for Animal Genetics (ISAG)

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