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Prof. Dr.

Bertram Brenig

Wahljahr: 2001
Sektion: Agrar- und Ernährungswissenschaften
Stadt: Göttingen
Land: Deutschland
CV Bertram Brenig - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Strukturelle und funktionelle Analyse von Säugetiergenen und -genomen; Analyse porciner Gene; Bovine Spongiforme Encephalopathie (BSE)

Bertram Brenig ist an der strukturellen und funktionellen Analyse von Säugetiergenen und -genomen interessiert. Er untersucht die Ursache ökonomisch bedeutender genetischer Erkrankungen bei Nutztieren und anderen domestizierten Tieren.

Ein Hauptarbeitsgebiet ist die Analyse porciner Gene und deren Funktion, z.B. im Zusammenhang mit der molekularen Aufklärung der porcinen Inguinal- und Scrotalhernien. Mittels Genomscans konnte er verschiedene chromosomale Regionen identifizieren, die mit der Entstehung von Hernien gekoppelt sind. Strategien der Feinkartierung, positionellen Klonierung und Kandidatengenanalyse werden zur weiteren Aufklärung eingesetzt.

Daneben hat er in den letzten Jahren aber auch andere Tierarten in das Spektrum der Untersuchungen aufgenommen, so z.B. das Rind, den Hund, das Schaf und den Büffel. Im Bereich der Genomanalyse beim Rind interessiert er sich u.a. für die Bovine Spongiforme Encephalopathie (BSE). Unterschiede in der oralen Aufnahme von Prionen werden zwischen Schwein und Rind auf molekularer Ebene verglichen. Brenig hat als erster humorale zirkulierende Nukleinsäuren im Serum BSE-infizierter Rinder identifiziert und daraus den ersten Lebendtest für BSE entwickelt. Zirkulierende Nukleinsäuren werden aber auch bei anderen Tierarten untersucht, so z.B. bei Leberkarzinomen des Hundes oder pankreatischen Neoplasien der Katze.

Werdegang

  • 2001 Fachtierarzt für Molekularbiologie und Biotechnologie
  • seit 1993 Professor für Molekularbiologie der Nutztiere und Direktor des Tierärztlichen Instituts an der Georg-August-Universität Göttingen
  • 1993 Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München
  • 1987 Promotion an der LMU München
  • 1979-1984 Studium an der LMU Universität München und der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Funktionen

  • 2006-2010 Präsident der International Society for Animal Genetics (ISAG)
  • 2003-2009 Senator der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 2001-2005 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)
  • 2000-2006 Schatzmeister der International Society for Animal Genetics (ISAG)

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2016 Ehrenprofessur der Jiangxi Agricultural University, China
  • 2012 Friendship Award der Volksrepublik China
  • 2012 Lushan Friendship Award der Provinz Jiangxi, China
  • 2006 Wissenschaftspreis der Heinrich Stockmeyer-Stiftung
  • seit 2002 Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
  • seit 2001 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

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