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Prof. Dr.

Klement Tockner

Wahljahr: 2015
Sektion: Geowissenschaften
Stadt: Berlin
Land: Deutschland
CV Klement Tockner - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Ökologie, Biodiversität, nachhaltiges Gewässermanagement

Klement Tockner ist Biologe und Gewässerökologe. Er forscht an den Schnittstellen verschiedener Disziplinen wie etwa der Ökologie, der Geomorphologie und der Hydrologie sowie der aquatischen und der terrestrischen Ökologie. Dabei verbindet er Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Forschung und verstärkt natur- mit sozialwissenschaftlichen Themen. In Fragen des Gewässermanagements berät er Organisationen und Institutionen in Politik und Gesellschaft.

Klement Tockner gilt als international führender Gewässerökologe. Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der ganzheitlichen Erforschung der Biodiversität, in der Auen- und Feuchtgebietsökologie sowie in der Landschaftsökologie. Dabei liegt sein Fokus insbesondere auf den funktionellen Interaktionen zwischen hydrologischen, geomorphologischen und ökologischen Prozessen sowie auf der Entwicklung von Indikatoren zur Bewertung von Gewässerökosystemen. In seinen Studien verbindet er Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Forschung und verstärkt naturwissenschaftliche mit sozialwissenschaftlichen Themen.

Derzeit forscht Klement Tockner zu den vielfältigen ökologischen Konsequenzen des weltweiten Ausbaus der Wasserkraft, zur Bedeutung trockenfallender Gewässer für den Stoffhaushalt und zur Entwicklung nachhaltiger und innovativer Management- und Schutzstrategien für Gewässereinzugsgebiete. Seine aktuellen Projekte beschäftigen sich mit der Diversität der Biodiversitätsforschung, mit der Bedeutung biologischer Feldstationen für die langfristige Beobachtung globaler Veränderungen und mit der Frage, wie breit, hoch oder alt ein Fluss eigentlich ist. Darüber hinaus untersucht Klement Tockner, welche Auswirkungen vielfältige Stressoren auf die aquatische Vielfalt haben, welche Bedeutung diese Vielfalt für die Ökosysteme und uns Menschen hat und wie diese Vielfalt langfristig gesichert werden kann. In diesen Fragen berät er Organisationen und Institutionen in Politik und Gesellschaft.

Werdegang

  • seit 2007 Direktor des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), Berlin
  • seit 2007 Professor für Aquatische Ökologie an der Freien Universität Berlin
  • seit 2005 Titularprofessor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, Schweiz
  • 2004-2005 Gastwissenschaftler am Cary Institute of Ecosystem Studies, Millbrook, New York, USA
  • 2002 JSPS Fellow, Tohoku University, Sendai, Japan
  • 1999-2007 Forschungsgruppenleiter an der EAWAG, Dübendorf, Schweiz
  • 1996-1999 Oberassistent an der ETH Zürich, Schweiz
  • 1994-1996 Postdoctoral Fellow, Universität Wien, Österreich
  • 1993-1994 Berater für Gewässermanagement in Ruanda und Uganda, Afrika
  • 1993 Ph.D. Universität Wien, Österreich

Funktionen

  • seit 2016 Präsident des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2015 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2012 Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  • 2013 Fenner Lecture (UNC, Chapel Hill, USA)
  • 2012 Margalef Lecture (Guimares, Portugal)
  • 2009 Liepolt-Preis für Donauforschung
  • 2002 Stipendium der Japanese Society for the Promotion of Science

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