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Prof. Dr.

Paul Hoyningen-Huene

Wahljahr: 2001
Sektion: Wissenschaftstheorie
Stadt: Hannover
Land: Deutschland
CV Paul Hoyningen-Huene - Deutsch (PDF)

Forschung

Paul Hoyningen-Huene befasst sich insbesondere mit Fragen der theoretischen Wissenschaftsphilosophie im Anschluss an Thomas S. Kuhn und Paul Feyerabend sowie der Wissenschaftsethik. Einen Forschungsschwerpunkt legt Hoyningen-Huene auf das Problem der Inkommensurabilität, also der Nicht-Übersetzbarkeit von Begriffen einer wissenschaftlichen Theorie in die Begriffe einer anderen Theorie. Einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit bilden gesellschaftlich relevante Fragestellungen aus dem Bereich der Wissenschaftsethik, wie die Frage nach der Verantwortung von Wissenschaftlern und Ingenieuren für die von ihnen entwickelten Erkenntnisse und Technologien.

Neue philosophische und ethische Erkenntnisse erbringt Hoyningen-Huene zudem in Feldern wie der Philosophie der Naturwissenschaften, der Geschichtswissenschaften und der Psychologie, der Mathematisierung der Wissenschaften, der Natur der Wissenschaft sowie der technischen Verwertbarkeit der Naturwissenschaften. Er publiziert darüber hinaus zur Philosophie populärer Phänomene wie beispielsweise des Fußballs.

Neben theoretischen Ausarbeitungen macht sich der Philosoph für den Transfer der philosophischen Erkenntnisse in die Praxis verdient. Er baute z.B. mit dem bis 2014 jährlich stattfindenden „Sino-German Symposium on the Philosophy of Science and Technology“ fruchtbare Wissenschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der aufstrebenden Wissenschaftsnation China auf.

Werdegang

  • 2010 - 2014 Professor für Theoretische Philosophie, insbesondere Wissenschaftsphilosophie an der Leibniz-Universität Hannover
  • 1997 - 2010 Professor für Wissenschaftsethik und Leiter der zentralen Einrichtung für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsethik an der Leibniz-Universität Hannover
  • 1990 - 1997 Professor für Grundlagentheorie und Geschichte der Wissenschaften, insbesondere der exakten Wissenschaften an der Universität Konstanz
  • 1989 - 1990 Oberassistent an der Abteilung für Umweltnaturwissenschaften der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, Schweiz
  • 1988 Habilitation für Philosophie der Wissenschaften an der ETH Zürich, Schweiz
  • 1987 - 1988 Senior Visiting Fellow am Center for Philosophy of Science der University of Pittsburgh, USA
  • 1984 - 1985 Visiting Scholar am Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, USA, Abteilung Linguistik und Philosophie
  • 1976 - 1980 Lehrbeauftragter für Philosophie an der Universität Zürich, Schweiz
  • 1975 Promotion in Theoretischer Physik an der Universität Zürich, Schweiz
  • 1966 - 1975 Studium der Physik und der Philosophie an der Universität München, dem Imperial College for Science and Technology, London, UK und der Universität Zürich, Schweiz

Funktionen

  • seit 2013 Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission „Wissenschaftsethik“ der Leopoldina
  • seit 2002 Mitglied des International Council for Scientific Development, International Academy of Science, Kollegium Technikphilosophie
  • 1999 Mitglied der Deutschen Delegation der World Conference on Science
  • Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland
  • Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Gottfried Wilhelm Leibniz-Gesellschaft
  • Mitglied der Kommission „Hopes for the Future for a Sustainable World“ der International Union of Air Pollution Prevention and Environmental Protection Asssociations (IUPPA) und der International Academy of Science (IAS)
  • Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) der Universität Bielefeld

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2009 Mitglied der International Academy of Science
  • seit 2001 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

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