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Wissenschaft für die Gesellschaft

Die handlungsorientierte Beratung von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ist eine der zentralen Aufgaben der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Ziel ist es, Empfehlungen für die Bewältigung drängender gesellschaftlicher Herausforderungen zu erarbeiten und wichtige Zukunftsfragen zu stellen, deren Beantwortung ohne wissenschaftliche Basis nicht erwartet werden kann.

Die Leopoldina vereinigt herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Disziplinen. Die Mitglieder repräsentieren somit die gesamte Wissenschaft. Auf Basis dieses umfassenden und exzellenten Wissens organisiert die Leopoldina fachübergreifende Arbeitsgruppen, die die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit aus verschiedenen Blickwinkeln analysieren. Diese Arbeitsgruppen können ad hoc berufen werden oder im Rahmen der Erarbeitung von Empfehlungen über einen längeren Zeitraum zusammenarbeiten. Darüber hinaus vertritt die Leopoldina die deutsche Wissenschaft in der internationalen Politikberatung.

Aktuelle Beratungsthemen sind zum Beispiel die Energieversorgung, das Phänomen der alternden Gesellschaft oder die prädiktive genetische Diagnostik. Die Empfehlungen werden von unabhängigen Experten begutachtet und anschließend der Politik und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Eine transparente Arbeitsweise, ergebnisoffene Prozesse und Publikationen, die auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger verständlich sein sollen, sind unsere Leitlinien für einen neuen Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik.

Themen für Stellungnahmen werden von den Akademiemitgliedern oder den Themengruppen der Akademie vorgeschlagen oder vom Präsidium angeregt. Sie stehen auf jeder Präsidiumssitzung auf der Tagesordnung und werden tagesaktuell diskutiert. Anschließend werden mit Hilfe der Sekretare, der Sprecher der Klassen und der Obleute der Sektionen Experten identifiziert, angesprochen und dann interdisziplinäre Arbeitsgruppen zur Erarbeitung von Stellungnahmen gebildet. Dies kann eigenständig oder über den Ständigen Ausschuss gemeinsam mit den anderen deutschen Wissenschaftsakademien geschehen. 

Innerhalb der Akademie arbeiten sieben Wissenschaftliche Kommissionen, die mit hochrangigen Wissenschaftlern besetzt sind und die sich mit den Arbeitsfeldern „Gesundheit“, „Demografischer Wandel“, „Wissenschaftsreport“, „Wissenschaftsakzeptanz“, „Lebenswissenschaften“, „Klima, Energie und Umwelt“ sowie „Wissenschaftsethik“ beschäftigen. Aufgabe der sieben Wissenschaftlichen Kommissionenist es, in ihrem jeweiligen Bereich die wissenschaftliche Diskussionen zu verfolgen, zukünftig wichtige Themen zu eruieren und zu erörtern sowie schließlich Aktivitäten für den Bereich Politikberatung zu initiieren. Im Ergebnis können das kurzfristige Stellungnahmen zu akut drängenden Fragen sein oder mittel- und langfristige Stellungnahmen zu Zukunftsthemen, für deren Erarbeitung größere, interdisziplinäre Arbeitsgruppen eingesetzt werden.

Ansprechpartner

Elmar König
Leiter der Abteilung Wissenschaft – Politik – Gesellschaft

Tel.: +49 - 345 - 4 72 39 - 860
Fax: +49 - 345 - 4 72 39 - 809

elmar.koenig(at)leopoldina.org

Weiterführende Informationen

Artikel von Jörg Hacker in der Süddeutschen Zeitung vom 22./23. Januar 2011:

„Mehr als harte Fakten. Akademien müssen auch ethische Aspekte beleuchten“ (pdf)

SZ-Serie: Politik und Wissenschaft

Aktuelle Veranstaltungen

17.02.12 - 13.04.12Bremische Bürgerschaft, Am Markt 20, 28195 Bremen

Fotoausstellung „Neue Bilder vom Alter(n)”

Die Fotografien der Leopoldina-Ausstellung „Neue Bilder vom Alter(n)“ schildern das Altsein in der...

28.02.1219:00 - 21:00Altes Rathaus der Stadt Bonn, Markt

Diskussionsveranstaltung „Das Alter – was dürfen wir hoffen, was müssen wir fürchten?“

Gemeinsame Veranstaltung der Leopoldina, der Helmholtz-Gemeinschaft und der Stadt Bonn

03.03.1210:00 - 18:00Leopoldina, Lesesaal der Leopoldina, August-Bebel-Straße 50a, 06108 Halle (Saale)

Tag der Archive 2012 „Feuer, Wasser und andere Katastrophen“

Gemeinsame Veranstaltung der Archive der Stadt Halle im Rahmen des bundesweiten Tags der Archive