Leopoldina Home

Arbeitsgruppen

Additive Fertigung und 3D-Druck – Perspektiven einer neuen Technologie

Die neuen Verfahren der „additiven Fertigung“ ermöglichen die Herstellung komplexer Geometrien ohne Gussform und Werkzeug. So wird beim sogenannten 3D-Druck ein Körper Schicht für Schicht aus einem Ausgangsstoff, beispielsweise Kunststoff, Keramik oder Metall, aufgebaut. Viele konstruktive Beschränkungen entfallen, und Bauteile mit nahezu beliebig komplexen Geometrien können mikrometergenau hergestellt werden. Potenzielle Anwendungsfelder dieser Technologie reichen von der Industrie über die Medizin bis hin zur Lebensmittelproduktion. Entsprechend hoch sind die Erwartungen, die in die weitere Entwicklung der „3D-Drucker“ gesetzt werden.

Ziel der Arbeitsgruppe ist eine interdisziplinäre Analyse und vorausschauende Bewertung der Möglichkeiten und eventuellen Risiken der neuen Fertigungstechnologien. Die additive Fertigung hat das Potenzial, Produktionsweise und Vertriebswege der herstellenden Industrie zu verändern. Eine Stellungnahme zum Thema „Additive Fertigung und 3D-Druck“ soll daher dazu beitragen, die Erwartungen zu versachlichen, die Debatte zu kanalisieren und politischen Entscheidungsträgern Handlungsoptionen aufzeigen.

Die Stellungnahme schließt an eine weitere Stellungnahme der Akademien an, in der vor allem ökonomische und technologische Fragen der additiven Fertigung innerhalb des gesamten Wertschöpfungsnetzwerks beleuchtet werden.

Beteiligte Institutionen

  • Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (federführend)
  • Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
  • Deutsche Akademie der Technikwissenschaften acatech

Sprecher der Arbeitsgruppe

  • Prof. Dr.-Ing Dierk Raabe ML, Max-Planck-Institut für Eisenforschung, Düsseldorf & RWTH Aachen

Mitglieder der Arbeitsgruppe

  • Prof. Dr.-Ing. Reiner Anderl, Datenverarbeitung in der Konstruktion, TU Darmstadt
  • Prof. Dr. -Ing. Eckhard Beyer, Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, Dresden & TU Dresden
  • Dr. Sascha Dickel, Friedrich-Schiedel-Lehrstuhl für Wissenschaftssoziologie, TU München
  • Prof. Dr.-Ing. Dietmar Drummer, Lehrstuhl für Kunststofftechnik, FAU Erlangen-Nürnberg
  • Prof. Dr. Jürgen Ensthaler, Lehrstuhl für Wirtschafts-, Unternehmens- und Technikrecht, TU Berlin
  • Prof. Dr.-Ing. Horst Fischer, Zahnärztliche Werkstoffkunde und Biomaterial-forschung (ZWBF), Universitäts-klinikum RWTH Aachen
  • Prof. Dr. Peter Gumbsch ML, Fraunhofer- Institut für Werkstoff-mechanik IWM, Freiburg & Karlsruher Institut für Technologie
  • Prof. em. Dr.-Ing.habil. Dr.-Ing.E.h Dietrich Hartmann, Institut für Ingenieurinformatik im Bauwesen, Ruhr-Universität Bochum
  • Prof. Dr. Markus Hilgert, Vorderasiatisches Museum im Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Prof. Dr. Dr. Rafaela Hillerbrand, Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Technikfolgen-abschätzung und Systemanalyse
  • Prof. Dr. Reto M. Hilty, Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerbs-recht, München & Universität Zürich & LMU München
  • Prof. Dr. Sabine Maasen, Munich Center for Technology in Society, TU München
  • Prof. Dr. Ernst W. Mayr, Lehrstuhl für Effiziente Algorithmen, Technische Universität München
  • Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Peukert, Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächen-verfahrenstechnik, FAU Erlangen-Nürnberg
  • Prof. Dr. Frédéric Thiesse, Center for Digital Fabrication, Universität Würzburg
  • Prof. Dr. Brigitte Vollmar ML, Institut für Experimentelle Chirurgie, Universität Rostock
  • Gast:
    Prof. Dr. Sigmar Wittig ML, Karlsruher Institut für Technologie

ML = Mitglied der Leopoldina

ANSPRECHPARTNER

Leopoldina

Dr. Elke Witt

Referentin der Abteilung Wissenschaft - Politik - Gesellschaft

Tel. 0345 - 47 239 - 873
Fax 0345 - 47 239 - 839
E-Mail elke.witt @leopoldina.org