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Arbeitsgruppen

Mit Sicherheit mehr Sicherheit? Perspektiven der Sicherheitspolitik für die Welt in 2035

Unsicherheit prägt die menschliche Existenz. Dennoch müssen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ständig Entscheidungen unter Unsicherheit, aber auf Basis fundierter Annahmen getroffen werden. Daher widmen sich eine Vielzahl von Risiko- und Zukunftsforschern, Strategie- und Planungsabteilungen, Think Tanks etc. der Aufgabe, Zukunftsentscheidungen zu rationalisieren und sich mit dem Umfeld, den Akteuren und den Perspektiven zu beschäftigen. Im Bereich der Sicherheitspolitik, der Gewährleistung von Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger nach innen und außen als einer zentralen staatlichen Aufgabe, wird der Planungshorizont jedoch häufig von den Anforderungen des politischen Tagesgeschäfts und der Fixierung auf Wahlzyklen bestimmt. Der Blick für langfristige Entwicklungen und Trends und für die Abhängigkeit von Entwicklungen in anderen Teilen der Welt wird dagegen in den Hintergrund gedrängt.

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich systematisch mit den Möglichkeiten und Grenzen der Analyse zukünftiger Entwicklungen in der Sicherheitspolitik. Gewisse Entwicklungen treten mit größerer Wahrscheinlichkeit ein als andere. Zwar passiert es häufig, dass die simple Fortschreibung bestehender Trends in der Retrospektive der tatsächlichen Entwicklung entsprochen hat. Aber ebenso wichtig ist es, systematisch darüber nachzudenken, welche Brüche die simple Extrapolation letztlich zur Makulatur werden lassen könnten. Nur wer die Gegenwart versteht und mögliche Diskontinuitäten sowie den Bedeutungswandel von Schlüsselvariablen einschätzen kann, wird dazu in der Lage sein, das Handeln in der Gegenwart von einem umfassenderen Verständnis der Zukunft leiten zu lassen.

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die langfristigen Entwicklungen in den Blick zu nehmen, eine Stellungnahme über Erwartungen, wichtige Trends und mögliche Diskontinuitäten zu erarbeiten und einige klar umrissene Empfehlungen für die Politik und die Öffentlichkeit abzuleiten. Wer sich fundiert über die Veränderungen der Sicherheitslage und über die sicherheitspolitischen Perspektiven der „Welt in 2035“ Gedanken macht, kann den Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft besser begegnen. Wichtig ist es hierbei, den Blick von den kurzfristigen Problemen auf die langfristigen Entwicklungen zu lenken, für sie zu sensibilisieren und Diskussions- und Entscheidungsprozesse über zentrale Herausforderungen der Sicherheitspolitik anzustoßen.

Beteiligte Institutionen

  • Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • Union der deutschen Akademie der Wissenschaften (Federführung)
  • Deutsche Akademie der Technikwissenschaften acatech

Sprecher der Arbeitsgruppe

Prof. Dr. Cord Jakobeit, Programmbereich Politikwissenschaft, Universität Hamburg

Mitglieder der Arbeitsgruppe

  • Prof. Dr. Eva Barlösius, Institut für Soziologie, Leibniz-Universität Hannover
  • Prof. Dr. Michael Brzoska, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Universität Hamburg
  • Prof. Dr. Petra Dobner, Institut für Politikwissenschaft und Japanologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Prof. Dr. Armin Grunwald, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), Karlsruher Institut für Technologie
  • Prof. Dr. Thomas Jäger, Institut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen, Universität zu Köln
  • Oberst a.D. Roland Kaestner, Institut für strategische Zukunftsanalyse, Carl Friedrich von Weizsäcker Stiftung
  • Prof. Dr. Sebastian Graf von Kielmansegg, Institut für Öffentliches Wirtschaftsrecht, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Prof. Dr. Hermann Kreutzmann, Institut für Geographische Wissenschaften, Freie Universität Berlin
  • Dr. Axel Krohn, Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg
  • Prof. Dr. Herfried Münkler, Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. Claudia Neu, Lehrstuhl für Soziologie Ländlicher Räume, Georg-August-Universität Göttingen und Fachgebiet Soziologie Ländlicher Räume, Universität Kassel
  • Prof. Dr. Götz Neuneck, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Universität Hamburg
  • Prof. Dr. Kerstin Odendahl, Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Prof. Dr. Stefan Oeter, Fakultät für Rechtswissenschaft, Universität Hamburg
  • Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Institut für Geographie, Universität Hamburg
  • Prof. Dr. Jürgen Scheffran, Institut für Geographie, Universität Hamburg
  • Prof. Dr. Axel Schildt, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und Historisches Seminar, Universität Hamburg
  • Dr. Karlheinz Steinmüller, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Freie Universität Berlin und Z_punkt, Köln
  • Jörn Thießen, Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg
  • Prof. Dr. Klaus Thoma, Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik, „Ernst-Mach-Institut“, Freiburg
  • Prof. Dr. Andreas Wirsching, Institut für Zeitgeschichte, München
  • Thomas Wrießnig, Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Berlin

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