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Nachricht | Freitag, 23. September 2016

Jahresversammlung der Leopoldina widmet sich dem Wettbewerb unterschiedlicher Wissenskulturen

Jahresversammlung der Leopoldina widmet sich dem Wettbewerb unterschiedlicher Wissenskulturen

Bundesministerin Johanna Wanka bei der Eröffnung der Jahresversammlung. Foto: Markus Scholz für die Leopoldina

„Wissenschaften im interkulturellen Dialog“ – zu diesem Thema veranstaltet die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ihre diesjährige Jahresversammlung, die heute in Halle (Saale) eröffnet wurde. Zwei Tage lang befassen sich renommierte Wissenschaftler mit der globalen Wissenschaftskultur. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie interkultureller Dialog in den Wissenschaften gelingen kann. Im Rahmen der feierlichen Eröffnung am Vormittag sprach Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung.

In 14 Fachvorträgen nähern sich Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen und aus ganz unterschiedlichen Regionen der Welt den Zusammenhängen zwischen Wissenschaften und Kulturen. Der Tübinger Philosoph Otfried Höffe, der bei der inhaltlichen Gestaltung des Tagungsprogramms die Feder führte, stimmt im Eröffnungsvortrag „Universalität ‒ mit Recht auf Differenz: Wissenschaften im interkulturellen Dialog“ die Teilnehmer auf das Thema ein. Im Folgenden geht es unter anderem um „Wissenschaft im Dienst von Staat und Wirtschaft“ (Kinichi Mishima, Tokyo/ Japan), „Die Diskussion um die Evolutionstheorie in der islamischen Welt“ (Martin Thomas Riexinger, Aarhus/ Dänemark), „Das Verhältnis von indischer, arabischer und westlicher Mathematik zueinander“ (Andrea Bréard, Heidelberg und Lille/Frankreich) und „Wissenschaft in Afrika im Spannungsfeld zwischen Geschichtsbildern und Wandel in der Geschichte“ (El Hadji Ibrahima Diop, Dakar/ Senegal).

Ein Höhepunkt der Jahresversammlung ist der Vortrag „Der interkulturelle Dialog und seine Feinde“ des Historikers Jürgen Osterhammel von der Universität Konstanz am Freitagabend, 20.15 bis 21.15 Uhr, im Festsaal der Leopoldina. Der renommierte Professor für Geschichte stellt darin die Frage nach den Grenzen des interkulturellen Dialogs. Welche Widerstände gibt es gegen ihn und wo sind diese Vorbehalte so groß, dass man von Feindschaft sprechen muss?

Weitere Informationen

Wissenschaften im interkulturellen Dialog

Jahresversammlung der Leopoldina, Halle, 23.-24. September 2016

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Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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