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Nachricht | Freitag, 22. Dezember 2017

Veit Hornung, Eike Latz und Bernhard Schölkopf erhalten Leibniz-Preise

Veit Hornung, Eike Latz und Bernhard Schölkopf erhalten Leibniz-Preise

Eike Latz, Bernhard Schölkopf und Veit Hornung (v.l.n.r.)

Unter den elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2018 ausgezeichnet werden, sind mit Veit Hornung, Eike Latz und Bernhard Schölkopf drei Leopoldina-Mitglieder vertreten. Die Namen der Preisträger wurden am 14. Dezember 2017 von der DFG bekanntgegeben. Die Ehrungen werden am 19. März 2018 in Berlin verliehen.

Die Immunologen Veit Hornung und Eicke Latz erhalten gemeinsam den Leibniz-Preis für ihre Forschung auf dem Gebiet der angeborenen Immunantworten. Ihre Beiträge zur zytosolischen Fremderkennung ergänzen sich in besonderer Weise und haben dazu beigetragen, das Forschungsthema international voranzubringen.

Veit Hornung identifizierte unter anderem Immunrezeptoren, die an der Detektion von Viren beteiligt sind. Seine Forschung trägt zur Entwicklung von Impfstoffen, Immuntherapien gegen Tumorerkrankungen und neuen Medikamenten gegen sterile Entzündungsprozesse (z.B. Autoimmunerkrankungen) bei.

Hornung studierte Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und wurde dort 2004 promoviert. Von 2008 bis 2013 war er Professor für Klinische Biochemie am Universitätsklinikum Bonn. Seit 2015 ist er Professor für Immunbiochemie am Genzentrum der LMU München. Die Leopoldina wählte Hornung 2016 in die Sektion Mikrobiologie und Immunologie.

Eike Latz erforscht die molekularen Mechanismen, die das angeborene Immunsystem aktivieren oder hemmen. Er konnte Entzündungsmechanismen bei Arteriosklerose aufklären und Faktoren identifizieren, die die Entstehung von Alzheimer beeinflussen. Ziel seiner Forschung ist die Entwicklung neuer Medikamente.

Latz studierte Medizin an der Georg-August-Universität Göttingen und an der Freien Universität Berlin. 2001 wurde er an der Humboldt-Universität Berlin promoviert. Ab 2001 arbeitete er an der University of Massachusetts Medical School in Worcester (USA). Seit 2009 ist Latz Professor am Institut für Angeborene Immunität an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, dem er auch als Direktor vorsteht. Die Leopoldina wählte Latz 2016 in die Sektion Mikrobiologie und Immunologie.

Der Mathematiker und Physiker Bernhard Schölkopf wird für seine Beiträge zur Theorie und zum Erfolg des maschinellen Lernens ausgezeichnet. Er entwickelt und erforscht Algorithmen für maschinelles Lernen. Computerprogramme sollen damit lernen, aufgrund von Messwerten oder Daten immer genauere Entscheidungen zu treffen.

Schölkopf studierte Physik, Mathematik und Philosophie in Tübingen und London (UK). 1992 erhielt er einen Master-Abschluss in Mathematik an der University of London und 1994 das Diplom in Physik an der Universität Tübingen. 1997 wurde er in Informatik an der Technischen Universität Berlin promoviert. Von 2001 bis 2010 war Schölkopf Direktor am Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik in Tübingen. Seit 2011 ist er Gründungsdirektor am dortigen Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. Leopoldina wählte Schölkopf 2016 in die Sektion Informationswissenschaften.

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG verliehen und ist der wichtigste Forschungsförderpreis Deutschlands. Pro Jahr werden bis zu zehn Preise vergeben, die jeweils mit 2,5 Millionen Euro dotiert sind.

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