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Nachricht | Mittwoch, 16. November 2016

Sensibilität für sicherheitsrelevante Forschung steigt

Gemeinsamer Ausschuss von DFG und Leopoldina legt ersten Tätigkeitsbericht vor

Sensibilität für sicherheitsrelevante Forschung steigt

Abbildung: © davooda - Fotolia.com

Universitäten und Forschungsinstitute widmen sich zunehmend dem Thema sicherheitsrelevante Forschung. Das belegt der erste Tätigkeitsbericht des Gemeinsamen Ausschusses zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina Anfang 2015 eingesetzt haben. Der Bericht bildet die Aktivitäten des Ausschusses ebenso ab wie den Stand der Umsetzung der „Empfehlungen zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung“ aus dem Juni 2014.

Ein erfreuliches Ergebnis der Bemühungen ist ein wachsendes Netzwerk aus Ansprechpersonen zum Thema. Bis dato haben sich bereits hundert Vertreter von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und -gesellschaften in eine öffentliche Liste eingetragen. Der Tätigkeitsbericht gibt außerdem einen Überblick über die aktuellen politischen Entwicklungen und einen Ausblick auf die zukünftige Arbeit des Gemeinsamen Ausschusses.

Der Gemeinsame Ausschuss zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung hat sich zum Ziel gesetzt, die Bewusstseinsbildung kontinuierlich und nachhaltig zu fördern und damit zur Risikoerkennung und Risikominimierung in der Forschung beizutragen. Eine der größten Herausforderungen benennt der Bericht darin, dass Bewusstseinsbildung nicht administrativ verordnet werden kann. Die geplanten Aktivitäten umfassen daher auch regelmäßige Veranstaltungen zum Thema „Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsverantwortung“. Zusätzlich schlägt der Ausschuss die Verankerung des Themas Doppelte Verwendung (Dual-Use) von Forschung in den Lehrinhalten und Curricula möglichst aller relevanten Studiengänge an den Hochschulen vor.

Der Ausschuss versteht sich auch als Kontaktstelle für Fragen zum eigenverantwortlichen Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung sowie als Plattform für den Erfahrungsaustausch. Zentrales Element seiner „Empfehlungen zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung“ sind „Kommissionen für Ethik sicherheitsrelevanter Forschung“ (KEFs). Der Ausschuss geht bis Ende 2017 von deutschlandweit mindestens hundert KEFs oder entsprechenden Kommissionen an deutschen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und -gesellschaften aus.

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Caroline Wichmann

Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel. 0345 - 472 39 - 800
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