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Nachricht | Donnerstag, 30. November 2017

Filigraner Beton und feste Textilfasern

Leopoldina-Weihnachtsvorlesung stellt neuartigen Baustoff vor

Filigraner Beton und feste Textilfasern

Foto: Ansgar Pudenz - Deutscher Zukunftspreis

Stahlbeton ist üblicherweise kein Material für filigrane Bauwerke. Ersetzt man den Stahl aber durch Textilfasern, wird ein leichter und zugleich fester Baustoff daraus. Der Bauingenieur Prof. Dr. Manfred Curbach, Mitglied der Leopoldina, entwickelte mit seinem Team einen Textilbeton mit Carbonfasern und erklärt in der diesjährigen Weihnachtsvorlesung der Leopoldina am 12. Dezember, was dieses Material besonders macht und welche Formen damit möglich sind.

Um Beton in verschiedenen Formen zu stabilisieren, wird normalerweise eine Stahlkonstruktion eingearbeitet. Dabei muss die Betonschicht verhältnismäßig dick sein, um den Stahl rostfrei zu halten. Nutzt man stattdessen fest verwobene Carbonfasern, so hat dies den entscheidenden Vorteil, dass Carbon nicht rostet und bereits sehr dünne Betonüberdeckungen ausreichen. Mit dem Textilbeton können so feingliedrige, optisch ansprechende Bauwerke entstehen und gleichzeitig Material und Ressourcen eingespart werden.

Manfred Curbach studierte in Dortmund Bauingenieurwesen und wurde in Karlsruhe promoviert. 2016 gewann er gemeinsam mit Prof. Peter Offermann und Prof. Chokri Cherif den Deutschen Zukunftspreis 2016, Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.

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