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Nachricht | Freitag, 30. September 2016

Wie grenzen sich menschliche Gesellschaften von „Anderen“ ab?

Wie grenzen sich menschliche Gesellschaften von „Anderen“ ab?

„Types Principaux des Differentes Races Humaines, dans les cinq parties du Monde“. Abb. aus Tafelband von Karl Ernst von Baer, 1862

Die Unterscheidung nach körperlichen Merkmalen hat in menschlichen Gesellschaften eine lange und schwierige Tradition. Mit physischen Kennzeichen werden oft verallgemeinernde Annahmen und Stereotypen verknüpft. Auch die Wissenschaft trug hierzu ihren Teil bei. Bei der Herbsttagung des Leopoldina-Studienzentrums zu „'Andersartigkeit' und Identität in menschlichen Gesellschaften“ vom 4. bis 6. Oktober in Halle gehen Wissenschaftler unter anderem der Frage nach, unter welchen historischen, politischen und sozialen Bedingungen bestimmte körperliche Merkmale zur Abgrenzung von „Anderen“ ausgewählt werden.

Schon im 18. Jahrhundert suchten Forscher nach einer universellen Einteilung von Menschengruppen aufgrund von Hautfarbe, Temperament und Abstammung. Zu den Folgen zählten die „Rassentheorie“ und der Rassismus der folgenden Jahrhunderte. Daraus ergibt sich für die heutige Wissenschaft die Verantwortung, die eigene Rolle bei der Herstellung gesellschaftlich wirksamer physischer „Andersartigkeit“ kritisch zu hinterfragen. Wissenschaftshistoriker, Ethnologen und Naturwissenschaftler nähern sich dem Tagungsthema aus unterschiedlichen Perspektiven.

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