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Pressemitteilung | Freitag, 7. April 2017

Allianz der Wissenschaftsorganisationen: Die Urheberrechtsreform muss schnell kommen

Gemeinsame Stellungnahme der Allianz der Wissenschaftsorganisationen

Die Allianz der Deutschen Wissenschaftsorganisationen begrüßt den vorliegenden Referenten-entwurf für eine Urheberrechtsreform mit Nachdruck und spricht sich für eine rasche Verab-schiedung aus. Eine moderne Wissensgesellschaft benötigt ein zukunftsgerichtetes Urheberrecht, das eine zeitgemäße Nutzung von Werken für Lehre und Forschung erlaubt und das gleichzeitig die angemessene Vergütung von Autorinnen und Autoren sicherstellt. Die bisherige Rechtsunsicherheit in diesem Bereich hemmt den freien Wissensaustausch und geht letztlich zulasten des Bildungs- und Forschungsstandortes Deutschland.

Aus Sicht der Allianz ist es elementar, dass die neuen Regeln einfach, rechtssicher und anwen-derfreundlich ausgestaltet werden. Der Referentenentwurf gewährleistet das. Die erlaubnisfreie Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke soll über eine Pauschale vergütet werden, was aus Sicht der Allianz die einzige praxistaugliche Lösung ist. Dass wissenschaftliche Lehrbücher von der vorgeschlagenen Reform erfasst werden, ist angemessen und wird begrüßt. Die guten und ausgewogenen Schrankenregelungen dürfen nicht durch einen Vorrang von Verlagsange-boten unterlaufen werden.
Mit dem vorliegenden Entwurf ist eine Lösung gefunden worden, die den Interessen der Wissenschaft und denen der Rechteinhaber gleichermaßen gerecht wird. Die Allianz unterstützt daher die Koalitionsfraktionen ausdrücklich in ihrer Absicht, die Reform zeitnah in das Parla-ment einzubringen, damit sie noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden kann.

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist ein Zusammenschluss der bedeutendsten Wissenschafts-organisationen in Deutschland. Sie nimmt regelmäßig Stellung zu wichtigen Fragen der Wissenschaftpoli-tik. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist Mitglied der Allianz und hat für 2017 die Federführung übernommen.

Weitere Mitglieder sind die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Aus-tauschdienst , die Deutsche Forschungsgemeinschaft , die Fraunhofer-Gesellschaft, die Hochschulrekto-renkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Wissenschaftsrat.

 

 

ANSPRECHPARTNER

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Caroline Wichmann

Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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