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Diskussionen

Zum Verhältnis von Medizin und Ökonomie im deutschen Gesundheitssystem (2016)

8 Thesen zur Weiterentwicklung zum Wohle der Patienten und der Gesellschaft

(2016, 28 Seiten, ISBN: 978-3-8047-3656-6)

Die Medizin hat die Aufgabe, Krankheiten – soweit möglich – zu heilen, zu lindern und ihnen vorzubeugen. Der Patient muss sich darauf verlassen können, dass Ärzte und das medizinische Fachpersonal nur entsprechend dieser Aufgabe handeln.

Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland steigt, und das bei immer besserer Gesundheit. Gründe hierfür sind insbesondere auch Fortschritte der Medizin und ein qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem, das prinzipiell allen offensteht.

Seit einiger Zeit beschäftigen sich verschiedene Akteure in Veranstaltungen, Stellungnahmen und Analysen mit möglichen Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen und insbesondere mit den Ursachen, Symptomen und Folgen einer wahrgenommenen „Ökonomisierung“, welche unter Umständen zu Therapieentscheidungen führen, die medizinisch nicht indiziert sind.

Die Wissenschaftlichen Kommissionen Gesundheit und Wissenschaftsethik der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina haben dies zum Anlass genommen, in einem Symposium im Januar 2016 in Berlin das grundsätzliche Verhältnis zwischen Medizin und Ökonomie in den Blick zu nehmen. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem akut-stationären Bereich. Das vorliegende Papier ist auf der Grundlage dieses Symposiums entstanden.

In diesem Papier finden sich Thesen zu Ansatzpunkten für eine klare Rollenzuweisung von Ökonomie und Medizin im deutschen Gesundheitswesen am Beispiel des stationären Sektors. Hierbei handelt es sich um einen Autorenbeitrag von Wissenschaftlern aus den beiden Kommissionen, die die Veranstaltung vorbereitet haben. Den Autoren ist die Komplexität des Feldes und des entsprechenden rechtlichen Rahmens bewusst; dennoch werden einige Aspekte pointiert aufgegriffen, die den Autoren für das Verhältnis zwischen Medizin und Ökonomie und für Entwicklungen im Gesundheitssystem in Deutschland zentral erscheinen. Eine Dokumentation der Impulsvorträge und Diskussionen des Symposiums finden Sie auf der Internetseite der Leopoldina.

ANSPRECHPARTNER

Leopoldina

Elmar König

Leiter der Abteilung Wissenschaft – Politik – Gesellschaft, Leiter Berliner Büro

Tel. 030 - 203 8997 - 460
Fax 030 - 203 8997 - 409
E-Mail elmar.koenig @leopoldina.org

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