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Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck (1776-1858) – Briefedition

Edition der Amtlichen Korrespondenz

Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck (1776-1858) – Briefedition

Esenbeckia pilocarpoides. Eine nach C. G. Nees von Esenbeck benannte südamerikanische Pflanze. Aus: Voyage de Humboldt et Bonpland. Partie VI, Section III, Tome 7. Paris 1825, Taf. 655. Quelle: Leopoldina

Das Akademienvorhaben beschäftigte sich mit dem Leben und Wirken Christian Gottfried Nees von Esenbecks, der von 1818 bis 1858 als XI. Präsident die Geschicke der Kaiserlich Leopoldinisch-Carolinischen Akademie der Naturforscher lenkte. Der Botaniker, Zoologe und Naturphilosoph hat im 19. Jahrhundert nicht nur ein umfangreiches wissenschaftliches Werk hinterlassen: Durch Nees von Esenbeck erfuhr die Akademiezeitschrift Nova Acta einen beachtlichen Aufschwung.

„Nees hat ausserdem durch seine musterhafte Redaction der Verhandlungen der Leopoldinisch-Carolinischen Academie, durch lebhaften Antheil an der Regensburger botanischen Zeitung und andern Journalen, durch Verbreitung der Brownschen Arbeiten in Deutschland, vorzüglich aber wohl durch Briefwechsel und mündlichen Unterricht ausserordentlich gewirkt. [...] Darf ich noch hinzufügen, dass kaum irgend ein Botaniker in Deutschland seyn möchte, der nicht mit Nees in Briefwechsel steht, und dass ihm die Gabe anzuregen, in fremde Meinungen einzugehen, sie zu leiten und fruchtbar zu machen, im höchsten Grade eigen ist: so werden Ew. Excellenz gewiss mit mir übereinkommen, dass diesem vorzüglichen Manne der grösste Antheil gebührt an jener naturgemässern lebendigern Ansicht der Pflanzenbildung.“ (Ernst H. F. Meyer an Goethe, 8. April 1829).

Die Bedeutung des Botanikers, Zoologen und Naturphilosophen Nees von Esenbeck ist nicht nur in seinem wissenschaftlichen Werk begründet, das etwa vierzig Monographien (unter anderem über Algen, Pilze, Laub- und Lebermoose, Brombeersträucher, Astern und Gräser), etwa zweihundert Aufsätze und über hundert Rezensionen umfasst – vgl. die Bibliographie seiner Werke im Tagungsband von 2006 (Acta Historica Leopoldina; Nr. 47), S. 315-355 –, sondern auch in seiner langjährigen Tätigkeit für die Akademie und in seinem Wirken als Hochschullehrer in Erlangen (1818), Bonn (1818-1829) und Breslau (1830-1851/52). Durch Nees von Esenbeck erfuhr die Akademiezeitschrift Nova Acta nicht zuletzt aufgrund der finanziellen Förderung durch den preußischen Staat einen beachtlichen Aufschwung – unter seiner Redaktion erschienen von 1818–1858 47 Quartbände, die auf mehr als 20 000 Druckseiten insgesamt 486 Abhandlungen und 1 480 Kupfertafeln und Lithographien enthalten. Hervorzuheben ist auch sein sozialpolitisches und religiöses Engagement ab den 1840er Jahren.

Zeit seines Lebens pflegte der Leopoldina-Präsident eine ausgedehnte Korrespondenz mit zahlreichen hervorragenden Naturforschern und Politikern, von der sich mehr als viertausend Schreiben erhalten haben. Im Rahmen des Akademienvorhabens wird ein Teil dieser umfangreichen Korrespondenz ediert.

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