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Studienzentrum

Studienzentrum

Adjunktenkonferenz 1859 in Jena. Bild: Leopoldina-Archiv.

Das Studienzentrum koordiniert alle wissenschaftshistorischen, wissenschaftstheoretischen und wissenschaftsphilosophischen Aktivitäten der Akademie. Im Zentrum seiner Arbeit stehen Rolle und Bedeutung der Wissenschaft in der Gesellschaft – einst und jetzt. Es bietet Arbeitsmöglichkeiten für Gastwissenschaftler, die Archiv und Bibliothek der Leopoldina nutzen möchten.

Das Studienzentrum legt Programme auf, um die Bibliotheks- und Archivbestände der Leopoldina aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es wirbt Projekte ein und bietet deren Mitarbeitern institutionelle Unterstützung. Nachwuchswissenschaftler werden zukünftig durch eigene Stipendienprogramme und durch extern eingeworbene Stipendien gefördert. Zu diesen Zwecken veranlasst das Studienzentrum wissenschaftshistorische Seminare, Symposien und Ausstellungen. Damit schafft es Möglichkeiten internationaler sowie transdisziplinärer Kooperation.

Das Leopoldina-Studienzentrum betreibt, initiiert, koordiniert und organisiert Forschungen in zurzeit vier Forschungsfeldern. Zu diesen gehören jeweils mehrere Projekte.

Forschungsfeld 1: Internationale Wissenschaftsbeziehungen

Wissenschaft kennt keine nationalen Grenzen. Dies gilt seit der Antike, über das Zeitalter der großen naturwissenschaftlichen Entdeckungen hinweg bis in die Gegenwart. In mehreren Forschungsprojekten wird der wissenschaftliche Austausch über die Grenzen hinweg untersucht, darunter Projekte zum Eurasischen Wissenstransfer um 1900 oder zu internationalen Beziehungen europäischer Akademien 1914-1924.

Forschungsfeld 2: Zur Geschichte und Frühgeschichte der Leopoldina

Die Leopoldina, 1652 in Schweinfurt gegründet, hat bereits in den ersten Jahren ihres Wirkens eine wichtige Rolle im Konzert der internationalen Akademien gespielt, erkennbar nicht zuletzt am umfangreichen Publikationsprogramm, das im Jahre 1670 einen ersten Höhepunkt in der ersten naturwissenschaftlichen Zeitschrift der Welt, der „Miscellanea“, fand. Eine Kernaufgabe des Leopoldina-Studienzentrums ist es, die Geschichte der eigenen Akademie wissenschaftlich und unabhängig zu untersuchen. Denn es ist, so Präsident Prof. Dr. Jörg Hacker, eine wesentliche Aufgabe, sich als Akademie Rechenschaft über die eigene Geschichte abzulegen. Neben jüngst abgeschlossenen Projekten zur Geschichte der Leopoldina im 20. Jahrhundert erforscht das Studienzentrum die Medien-, Kultur- und Ideengeschichte der frühen Leopoldina (17./ 18. Jahrhundert).

Forschungsfeld 3: Grundfragen von Wissenschaft und Gesellschaft

An der Leopoldina werden über das Einzelfach hinaus Grundfragen der Wissenschaft und der Gesellschaft diskutiert. Dabei verbinden sich stets historische und gegenwartsbezogene Perspektiven, um von den Einsichten in das sich wandelnde historische Bedingungsgefüge der Wissenschaften zu profitieren. An diesem Forschungsfeld sucht das Studienzentrum alle Klassen der Leopoldina zu beteiligen.

Forschungsfeld 4: Naturwissenschaftliche Editionen und Digitale Erschließungsformen der Wissenschaftsgeschichte

Digitale Speicherungs- und Erschließungsformen eröffnen allen Wissenschaften neue Arbeitsmöglichkeiten. Diese stehen nicht in Konkurrenz, sondern in Ergänzung zu den noch immer unverzichtbaren gedruckten Editionen. Das Studienzentrum fördert und begleitet sowohl digitale als auch Print-Editionen. Bereits 1947 erschien der erste Band der Edition von Goethes naturwissenschaftlichen Schriften, 2011 wurde die Edition abgeschlossen. Ebenso bedeutend ist die Briefedition Ernst Haeckel (1834-1919), die einen der wichtigsten Quellenbestände zur Geschichte der Biowissenschaften erschließt. Daneben richtet das Studienzentrum auch Datenbanken und andere digitale Erschließungsformen ein.

Wissenschaftlicher Beirat

Sprecher

  • Prof. Dr. Dr. Alfons Labisch ML, Düsseldorf

Mitglieder ex Officio

  • Prof. Dr. Dr. Gunnar Berg ML, Halle, Vizepräsident der Leopoldina
  • Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug, Halle, Generalsekretärin der Leopoldina

Mitglieder

  • Prof. Dr. Wolfgang U. Eckart ML, Heidelberg
  • Prof. Dr. Dietrich von Engelhardt ML, Lübeck
  • Prof. Dr. Uta Frith ML, London
  • Prof. Dr. Benno Parthier ML, Halle
  • Prof. Dr. Jürgen Renn ML, Berlin
  • Prof. Dr. Dr. Heinz Schott ML, Bonn
  • Prof. Dr. Gereon Wolters ML, Konstanz

Beratende Mitglieder

  • Prof. Dr. Rainer Godel, Halle, Projektleiter Studienzentrum
  • Dr. Danny Weber, Halle, Archivar der Leopoldina
  • Jochen Thamm, Bibliothekar der Leopoldina

ANSPRECHPARTNER

Leopoldina

Prof. Dr. Rainer Godel

Leiter der Abteilung Studienzentrum

Tel. 0345 - 47 239 - 115
Fax 0345 - 47 239 - 139
E-Mail rainer.godel @leopoldina.org

Bausch-Stipendium

Der Leopoldina Akademie Freundeskreis e.V. schreibt für 2018 wieder das Johann-Lorenz-Bausch-Stipendium aus. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2018.