Leopoldina Home

Akademie

Die Politik der Vernetzung

Interessenvertretung und Naturforschung in der frühen Leopoldina

Ärzte sind in historischer Perspektive interessante Personen, denn sie agierten in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern: Im städtischen oder akademischen Kontext, naturforschend und politisch. Die Geschichte der von Ärzten gegründeten Leopoldina im 17. Jahrhundert ermöglicht es, das Verhalten ihrer Mitglieder als Akteure in diesen verschiedenen Kontexten wissenschaftshistorisch zu analysieren.

Die Gründer der Academia Naturae Curiosorum, der späteren Leopoldina, etablierten die junge Akademie innerhalb weniger Jahrzehnte als unabhängige und privilegierte Institution der Naturforschung. Sie nutzten dabei die politische Gestalt des Reichs auch, um ihre Interessen in Akademie, Stadt und Reich zu vertreten. Über ihren Deutungsanspruch für Themen wie Gesundheit und Hygiene, die Natur und ihre Erforschung gestalteten sie die frühneuzeitliche Gesellschaft aktiv mit.

Das Projekt nimmt das Handeln der Akademiemitglieder als Naturforscher und Wissenschaftspolitiker in den Blick und zugleich ihre Aktivitäten als Stadtärzte und Lokalpolitiker. Welche Handlungsoptionen hatten sie zur Durchsetzung ihrer Ansprüche und Interessen? Wie waren Naturforschung und Politik miteinander verflochten? Anhand dieser Fragen werden Handlungsmuster frühneuzeitlicher Gelehrter rekonstruiert.

Weitere Informationen

Projektbearbeiterin:
Julia Böttcher, M.A.

Bausch-Stipendium 2016

ANSPRECHPARTNER

Leopoldina

Prof. Dr. Rainer Godel

Leiter der Abteilung Studienzentrum

Tel. 0345 - 47 239 - 115
Fax 0345 - 47 239 - 139
E-Mail rainer.godel @leopoldina.org

Bausch-Stipendium

Der Leopoldina Akademie Freundeskreis e.V. schreibt für 2018 wieder das Johann-Lorenz-Bausch-Stipendium aus. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2018.