Vom Sinn wissenschaftlicher Mehrsprachigkeit
Leopoldina-Weihnachtsvorlesung von Prof. Dr. Hans Joachim Meyer
Die wissenschaftliche Mehrsprachigkeit ist eine Frucht der europäischen Sprach- und Kulturgeschichte der Neuzeit. Sie gehört zum geistigen Reichtum Europas und ist Ausdruck seiner vielgestaltigen Identität. Die heutige Rolle des Englischen als weltweit führender Sprache der wissenschaftlichen Kommunikation nutzt die modernen elektronischen Möglichkeiten und entspricht den Anforderungen der Globalisierung. Dadurch kommt die Internationalität von Wissenschaft unmittelbar zur Wirkung. Allerdings stehen Mehrsprachigkeit und globales Englisch im Konflikt. Analysiert man die Gewinne und Verluste des Übergangs zum Englischen, so stellt sich die Frage, ob diese Entwicklung die Mehrsprachigkeit ersetzen muss oder sie funktional modifizieren könnte.
Programm
Musikalische Eröffnung
Hallensia Quartett
Begrüßung
Prof. Dr. Jörg Hacker ML, Präsident der Leopoldina
Vom Sinn wissenschaftlicher Mehrsprachigkeit
Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, Berlin
Musikalischer Ausklang
Hallensia Quartett
Programm (pdf)
