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Demografie und Gesellschaft

Demografie und Gesellschaft

Der demografische Wandel, der wissenschaftlich-technische Fortschritt und veränderte Lebensentwürfe wirken sich tiefgreifend auf die Gesellschaft aus: Immer mehr Menschen werden bei guter Gesundheit älter. Gleichzeitig stagniert die Zahl der jährlich neu geborenen Kinder auf niedrigem Niveau. Wissenschaftliche Expertise trägt dazu bei, gesellschaftliche Herausforderungen, die sich auf Grund der demografischen Entwicklung in Deutschland ergeben, zu verstehen und Lösungen aufzuzeigen.

Konsequenzen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse einordnen

Forschung zum demografischen Wandel betrifft Fragen, welche die ganze Gesellschaft, aber auch jeden Einzelnen angehen. So lässt sich der Kinderwunsch vieler Menschen nicht mit ihren Lebensentwürfen und dem Wunsch nach Erwerbstätigkeit verbinden. Der Zeitpunkt, zu dem Menschen sich für Kinder entscheiden, verschiebt sich in spätere Lebensphasen – mit medizinisch-biologischen Folgen. Wenn individuelle Wünsche und gesellschaftliche Realität nicht zueinander passen, ist es umso wichtiger, dass neue natur-, sozial- und kulturwissenschaftliche Einsichten in den demographischen Wandel auf ihre möglichen Folgen für individuelles und gesellschaftliches Handeln hin untersucht werden.

Forschungsbedarf identifizieren

Neben den Themen Fertilität und Altern warten viele weitere gesellschaftliche Fragen, die mit dem demografischen Wandel zusammenhängen, auf eine Antwort. Sie betreffen alle Lebensalter: Wie kann eine Gesellschaft ein gutes Umfeld für Kinder schaffen? Wie vollzieht sich der Prozess der Sozialisation bei Jugendlichen? Wie lässt sich lebenslanges Lernen organisieren? Wie können die Kompetenzen älterer Arbeitnehmer bestmöglich genutzt werden? Solche Fragen präzise zu formulieren und zu beantworten, erfordert die Kooperation zwischen Wissenschaftlern aus den unterschiedlichsten Disziplinen: Medizin, Psychologie, Soziologie, Ökonomie – um nur einige der Fachgebiete zu nennen, die in Arbeitsgruppen der Leopoldina zusammenarbeiten.

Ergebnisse mit Politik und Gesellschaft diskutieren

Die Auseinandersetzung mit Themen des demografischen Wandels rückt immer stärker in den Mittelpunkt der politischen Debatte und des öffentlichen Diskurses. Dazu beigetragen haben auch Vorhaben, welche die Leopoldina in Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftsakademien durchgeführt hat. Die Akademiengruppe „Altern in Deutschland“ war das bisher größte interdisziplinäre Forschungsprojekt zum Phänomen der alternden Gesellschaft in Deutschland. „Zukunft mit Kindern” ist das Thema einer weiteren Akademiengruppe, deren Ergebnisse die aktuelle Diskussion in Deutschland zur Fertilität mitbestimmen wird.

ANSPRECHPARTNER

Leopoldina

Dr. Stefanie Westermann

Referentin der Abteilung Wissenschaft - Politik - Gesellschaft

Tel. 0345 - 47 239 - 871
Fax 0345 - 47 239 - 839
E-Mail stefanie.westermann @leopoldina.org

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