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Lebenswissenschaften

Lebenswissenschaften

Die Erforschung des Lebens und seiner Prozesse sind von besonderer Bedeutung nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Politik und die Gesellschaft. Die Lebenswissenschaften beschäftigen sich mit so wichtigen Themen wie angewandter biomedizinischer Forschung und biologischer Grundlagenforschung, aber auch mit kontrovers diskutierten Themen wie Gentechnik und Synthetischer Biologie.

Konsequenzen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse einordnen

Die Herstellung von Algen, die Wasserstoff hocheffizient nur aus Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid produzieren, gehört zu einem der vielversprechenden Forschungszweige der synthetischen Biologie. Die potenziellen Anwendungsfelder dieses noch in der Entstehung begriffenen Forschungsgebietes sowie die Frage, welche Chancen, aber auch welche potenziellen Probleme und Gefahren beachtet werden müssen, erläutert die Stellungnahme „Synthetische Biologie“ ausführlich.

Forschungsbedarf identifizieren

Die Beschreibung biologischer Vielfalt steht im Zentrum der taxonomischen Forschung. Der Verlust der Biodiversität, eines der großen gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit, betrifft zu einem erheblichen Anteil Arten, die der Wissenschaft noch völlig unbekannt sind. Dies bedeutet nicht nur, dass die Funktion der Arten im Ökosystem unbekannt bleibt, sondern auch, dass das möglicherweise pharmazeutisch nutzbare Potenzial dieser Arten verloren geht. Obwohl die taxonomische Forschung zu den ältesten biologischen Forschungszweigen überhaupt gehört, befindet sich diese Disziplin am Scheideweg. Eine sinnvolle Verknüpfung moderner und klassischer Richtungen biologischer Systematik in der Wissenschafts- und Ausbildungslandschaft und die Einbindung in Grenzbereiche, etwa die medizinische Mikrobiologie, hat die Arbeitsgruppe „Herausforderungen für die taxonomische Forschung im Zeitalter der ‚-omics‘-Technologie“ zum Ziel.

Ergebnisse mit Politik und Gesellschaft diskutieren

In Formaten der Information und Diskussion, die auf die Zielgruppe maßgeschneidert sind, bringt die Leopoldina politisch und gesellschaftlich relevante und teilweise kontrovers diskutierte Themen in die Öffentlichkeit. Die Information über neue Forschungsgebiete wie die synthetische Biologie zählt ebenso zu den Aufgaben der Akademie wie die Aufklärung über kontrovers diskutierte Themen, beispielsweise über Tierversuche in der biomedizinischen Forschung. Hierzu gehört häufig auch eine konstruktiv-kritische Begleitung politischer Entscheidungsprozesse.

ANSPRECHPARTNER

Leopoldina

Dr. Henning Steinicke

Referent der Abteilung Wissenschaft - Politik - Gesellschaft

Tel. 0345 - 47 239 - 864
Fax 0345 - 47 239 - 839
E-Mail henning.steinicke @leopoldina.org