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Brauchen wir eine neue Gentechnik-Definition? Naturwissenschaftliche, ethische und rechtliche Perspektiven der Regulierung genom-editierter Pflanzen

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Diskussionsveranstaltung

Date: Tuesday, 14. February 2017
Time: 14:00 to 18:00
Location: Hörsaal im Kaiserin Friedrich-Haus, Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin

Neue molekularbiologische Techniken, die unter dem Begriff genome editing oder Genomchirurgie zusammengefasst werden, haben die gesamte molekularbiologische Grundlagenforschung, die Biotechnologie und die Biomedizin stark verändert. Die Techniken erlauben sehr präzise und kontrollierte Austausche und Löschungen einzelner DNA-Bausteine bis hin zu kompletten Gensequenzen und werden im Rahmen der Pflanzenzüchtung bereits breit eingesetzt. Im Ergebnis ist meist nicht mehr nachvollziehbar, ob die genomische Veränderung die Folge einer natürlichen Mutation, einer konventionellen Züchtungsmethode oder eines gezielten molekularbiologischen Eingriffs ist. Für das deutsche Gentechnikgesetz ist aber gerade die Unterscheidbarkeit von „natürlichen“ Veränderungen und solchen, die auf „nicht natürlichem“ Wege erreicht werden können, ein zentrales Element.

Die Weiterentwicklung molekulargenetischer Methoden hat also zum Verschwimmen der Differenzierbarkeit geführt und damit eine überaus kontroverse Debatte ausgelöst, was eigentlich als „gen-technisch veränderter Organismus“ bezeichnet und entsprechend reguliert werden muss und was nicht. Dies wirft die Frage auf, ob die Gentechnik-Definition im Gentechnikgesetz grundlegend überarbeitet werden muss. Politik, Behörden, Gerichte und die Wissenschaft stehen vor der großen Herausforderung mit dieser veränderten Situation umzugehen und zeitgemäße Lösungen für die Regulierung genom-editierter Pflanzen zu finden.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Deutsche Ethikrat und die Deutsche Forschungsgemeinschaft möchten mit der Veranstaltung über die Entwicklungen in der Pflanzenzucht informieren und die daraus resultierenden ethischen und rechtlichen Fragen diskutieren.

Foto: © www.istockphoto.com – Petmal

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Projektkoordinatorin Präsidialbüro
Tel.: 030-2038997416
E-Mail: yvonne.borchert@leopoldina.org

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