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Hans-Peter Steinrück erhält Medard W. Welch Award

Der Physiker Hans-Peter Steinrück, Professor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Leopoldina-Mitglied, erhält den Medard W. Welch Award für seine Untersuchungen der Oberfläche von Ionischen Flüssigkeiten. Die Verleihung findet am 1. November 2017 in Tampa, Florida, USA, statt.

Hans-Peter Steinrück arbeitet auf dem Gebiet der Oberflächenforschung im Grenzbereich zwischen Chemie und Physik. Er und seine Arbeitsgruppe nehmen in der Grundlagenforschung zu Grenzflächeneigenschaften Ionischer Flüssigkeiten international eine führende Rolle ein. Ionische Flüssigkeiten sind organische Salze, die bei Temperaturen unter 100 °C flüssig sind. Durch ihre hohe Diversität an chemischen und physikalischen Eigenschaften sind sie als Lösemittel für chemische Prozesse und in der Katalyseforschung besonders interessant. Zudem können sie mit geringem Aufwand wiederverwendet werden. Ionische Flüssigkeiten gelten daher als kosteneffiziente und umweltschonende Alternative zu konventionellen Lösemitteln.

Hans-Peter Steinrück studierte Physik an der Technischen Universität Graz (Österreich), wo er 1985 promoviert wurde. Von 1986 bis 1994 forschte er im Fachbereich Physik der Technischen Universität München, wo er sich 1992 habilitierte. Von 1994 bis 1998 war er als Professor für Experimentalphysik an der Universität Würzburg tätig. Seit 1998 ist Hans-Peter Steinrück Professor für Physikalische Chemie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 2016 wurde er in die Sektion Chemie der Leopoldina gewählt.

Der Medard W. Welch Award ist mit 6.500 US-Dollar dotiert. Zu den Preisträgern zählen fünf weitere Leopoldina-Mitglieder, darunter Gerhard Ertl (1995), der 2007 den Chemie-Nobelpreis erhielt.

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