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Klaus Hentschel mit Neu-Whitrow-Preis ausgezeichnet

Der Wissenschaftshistoriker Klaus Hentschel, Professor an der Universität Stuttgart und Mitglied der Leopoldina, hat für seine Online-Datenbank zu wissenschaftlichen Illustratoren den Neu-Whitrow-Preis 2017 der International Union of History and Philosophy of Science and Technology erhalten.

Klaus Hentschel erforscht die Geschichte der Naturwissenschaften seit der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert, die Mentalitätsgeschichte während und kurz nach dem NS-Regime sowie die Geschichte und Funktion visueller Darstellungen in der naturwissenschaftlichen Forschungspraxis. Hentschel und sein Team etablierten die „Database of Scientific Illustrators“, eine Online-Datenbank, in der Informationen zu den Erschaffern wissenschaftlicher Abbildungen zusammengetragen werden.

Hentschel studierte Physik und Philosophie an der Universität Hamburg und wurde dort 1989 im Fachbereich Mathematik, Institut für Geschichte der Naturwissenschaften, Mathematik und Technik, promoviert. Von 1992 bis 2002 forschte er an der Universität Göttingen. 1995 habilitierte er sich für Geschichte der Naturwissenschaften an der Universität Hamburg. Seit 2006 ist Hentschel Professor als Leiter der Abteilung für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik an der Universität Stuttgart. Seit 2007 ist er stellvertretender Direktor des Historischen Instituts der Universität Stuttgart, dem er von 2010 bis 2013 als Direktor vorstand. Die Leopoldina wählte Hentschel 2003 zu ihrem Mitglied in der Sektion Wissenschafts- und Medizingeschichte.

Der Neu-Whitrow-Preis wird seit 2013 alle vier Jahre von der Commission on Bibliography and Documentation (CBD) of the International Union of History and Philosophy of Science and Technology/Division of History of Science and Technology (IUHPST/DHST) vergeben. Die Auszeichnung ehrt Wissenschaftler für die Entwicklung von Forschungswerkzeugen, die zur Dokumentation, Verwaltung und Analyse von Quellen der Geschichte von Wissenschaft und Technik dienen.

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