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Prof. Dr.

Karl Gegenfurtner

Wahljahr: 2015
Sektion: Psychologie und Kognitionswissenschaften
Stadt: Gießen
Land: Deutschland
CV Karl Gegenfurtner - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Visuelle Informationsverarbeitung, Farbwahrnehmung, visuelle Wahrnehmung von Materialeigenschaften, Wahrnehmung und Handlung

Karl Gegenfurtner ist Psychologe mit Schwerpunkt Wahrnehmungspsychologie. Er erforscht, wie das Gehirn visuelle Informationen verarbeitet, wie Wahrnehmung funktioniert. Vor allem beschäftigt er sich mit dem Zusammenhang zwischen sensorischer Verarbeitung und visuell-kognitiven Prozessen sowie der Frage, wie visuelle Information benutzt wird, um mit der Umgebung zu interagieren.

In seiner Forschung konzentriert er sich auf die Informationsverarbeitung im visuellen System. Sein Ziel ist die Klärung der Frage, wie komplexe Szenen und Objekte in unserer natürlichen Umgebung wahrgenommen werden, wie sie im Gehirn repräsentiert sind und wie visuelle Information benutzt wird, um unsere Handlungen zu steuern. So konnte er die Existenz von höheren Mechanismen der Farbverarbeitung im visuellen Kortex nachweisen und deren Bedeutung für Wahrnehmung und Gedächtnis aufzeigen.

Seine Arbeiten zeigen auch die wichtige Funktion von Blickbewegungen für die visuelle Wahrnehmung auf, die eine optimale Informationsaufnahme erlauben und für die Kalibrierung unserer Wahrnehmung über das gesamte Gesichtsfeld hinweg essenziell sind.

Werdegang

  • seit 2001 Professor für Psychologie, Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 2000-2001 Professor für Biologische Psychologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • 1998 Habilitation in medizinischer Psychologie und Verhaltens-Neurobiologie, Universität Tübingen
  • 1993-2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, Tübingen
  • 1990-1993 Postdoktorand am Howard Hughes Medical Institute und am Center for Neural Sciences der New York University, New York, USA
  • 1986-1990 Ph.D. in Experimenteller Psychologie, New York University, New York, USA
  • 1986 Diplom in Psychologie, Universität Regensburg
  • 1981-1986 Studium der Psychologie an der Universität Regensburg

Funktionen

  • seit 2015 Mitglied im Editorial Board von Psychological Review
  • 2012-2013 Präsident der Vision Sciences Society
  • 2010-2014 Mitglied im Editorial Board von Psychological Research
  • 2010-2014 Mitglied im Board of Directors, Vision Sciences Society
  • seit 2009 Mitglied im Editorial Board des Journal of Vision
  • seit 2009 Mitglied im Editorial Board von Perception
  • 2008-2013 Mitglied im Editorial Board von Visual Neurosciences
  • seit 2007 Mitglied im Editorial Board von Vision Research
  • 2002-2009 Mitglied im Editorial Board des Journal of Physiology
  • 1998-2003 Gründer und Organisator der Tübinger Wahrnehmungskonferenz

Projekte

  • seit 2014 Sprecher des DFG-Transregio TRR 135 „Kardinale Mechanismen der Wahrnehmung: Prädiktion, Bewertung, Kategorisierung“
  • seit 2013 Internationales DFG-Graduiertenkolleg IRTG 1901 “The brain in action”
  • seit 2013 BMBF-NSF Computational Neuroscience Program “Circuit models of form processing in primate V4”
  • 2012-2016 EU-Projekt “Perceptual representation of shape, illumination and material”, Partner Marie-Curie Initial Training Network
  • 2010-2013 DFG-Projekt „Neue mesopische bildauflösende Lichtmesstechnik mit Auswertungssoftware und Messkamera“
  • seit 2009 Reinhart Koselleck-Projekt „Wahrnehmung von Materialeigenschaften“ (DFG)
  • 2008-2012 EU-Projekt “Co-ordination for optimal decisions in dynamic environments”, Partner Marie-Curie Initial Training Network
  • 2008-2011 Augenbewegungen beim Lesen in unterschiedlichen Medien, Kulturtechniken und ihre Medialisierung, LOEWE
  • 2006-2009 EU-Projekt „Gaze-based communication“,Partner STREP, FET-Open
  • 2004-2011 Sprecher der DFG-Forschergruppe FOR 560 „Wahrnehmung und Handlung“
  • 2004-2008 Gründer und Organisator der Sommerschule Visual Neuroscience (Volkswagen Stiftung)
  • 2003-2010 Ko-Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs „NeuroAct. Gehirn und Verhalten“
  • 2003-2007 EU-Projekt “Perception for recognition and action”, Partner Marie-Curie Initial Training Network
  • 2002-2006 DFG-Projekt „Wahrnehmung natürlicher Szenen“
  • 2002-2005 Partner im BMBF-Verbundprojekt „Neue Verfahren der Informationsverarbeitung auf der Basis neurokognitiver Modellierung – ModKog“
  • 2001-2009 DFG-Projekt „Kortikale Mechanismen des Farbensehens“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2016 Wilhelm Wund-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs)
  • seit 2015 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2014 Rank Prize Funds Lecture, European Conference on Visual Perception
  • 1998 Heisenberg-Stipendium der DFG
  • 1995 Attempto-Preis für Exzellenz in Neurobiologie der Universität Tübingen
  • 1995 Habilitations-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

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