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Leopoldina-Nacht

Leopoldina-Nacht 2019

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Zur 18. Langen Nacht der Wissenschaften in Halle hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit einem abwechslungsreichen Programm für alle Altersklassen in ihr Gebäude auf dem Jägerberg eingeladen.

Datum: Freitag, 5. Juli 2019
Uhrzeit: 17:00 bis Mitternacht
Ort: Leopoldina, Jägerberg 1, 06108 Halle

Zur Leopoldina-Nacht am 5. Juli in Halle kamen rund 2.500 Besucherinnen und Besucher ins Hauptgebäude auf dem Jägerberg. Zum Start überführten die anwesenden Kinder bei den Aufführungen des Wissenstheaters Urania zunächst einen vermeintlichen Dieb, der sich aber schnell als harmloser Lokführer entpuppte. Gemeinsam mit dem Jungen Tim reparierte er schließlich die ausrangierte Dampflok Harti, damit sie als Museumsbahn eine neue Aufgabe erfüllen konnte.

Zur selben Zeit verfolgten weitere Gäste der Leopoldina-Nacht Filmaufnahmen aus der Tiefsee des Bremer Zentrums für Marine Umweltwissenschaften (MARUM) auf großer Leinwand. Kommentiert und erklärt wurden die Aufnahmen von Albert Gerdes vom Konsortium Deutsche Meeresforschung. Anlässlich des Themas des diesjährigen BMBF-Wisenschaftsjahres „Künstliche Intelligenz“ (KI) ging er unter anderem darauf ein, ob KI den in der Meeresforschung eingesetzten Tauchrobotern in Zukunft nützlich sein könnte. Den achten Leopoldina-Science Slam entschied der Nachwuchswissenschaftler Jonas Betzendahl für sich. Er überzeugte das Publikum mit seinem humorvollen Statement zu den Risiken des Maschinellen Lernens. Viktoria Ganß und Jan Nagler teilten sich den zweiten Platz mit ihren Beiträgen zu Fetten in der Schokolade und „Killer-Algorithmen“.

Die Publikumsdiskussion im Format der „Unterhaus-Debatte“ wiederum lud die Besucherinnen und Besucher ein, sich mit geladenen Expertinnen und Experten über Fragen von Biodiversität in der Agrarlandschaft auszutauschen. In Momenten lautstark geäußerter Zustimmung und Ablehnung kam die Veranstaltung dem britischen Original durchaus nahe. Bei der Schlüsselfrage, ob die Landwirtschaft für den Rückgang der Artenvielfalt verantwortlich sei, zeigte sich das Publikum gespalten. Einhellig skeptisch dagegen waren die meisten Anwesenden gegenüber KI als Schlüssel zur Bewahrung der der biologischen Vielfalt.

Zum Abschluss der Leopoldina-Nacht gab Generalsekretärin Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug einen anschaulichen Überblick über die Geschichte der traditionsreichen Gelehrtenakademie und ging auf ihre heutigen Aufgaben als Nationale Akademie ein. Am Beispiel der Ad-hoc- Stellungnahme „Saubere Luft“, die im Zuge der Debatte um Grenzwerte für Luftschadstoffe und um Fahrverbote im Frühjahr dieses Jahres erarbeitet worden war, erklärte Schnitzer-Ungefug ausführlich, wie wissenschaftsbasierte Politik- und Gesellschaftsberatung funktionieren und warum sie so wichtig sind.

Foto: Christof Rieken für die Leopoldina

Kontakt

Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0345 - 47 239 - 800
E-Mail: presse@leopoldina.org

Programm

17:15, 18:10, 19:00, 19:50 Uhr, Aufenthaltsraum (Erdgeschoss)
Puppenspiel „Abenteuer im Lokschuppen“
Für Kinder ab vier Jahren und ihre Eltern.

17:30, 18:30, 19:30 Uhr, Vortragssaal (1. Obergeschoss)
Tiefsee-Lounge „Künstliche Intelligenz in der Meeresforschung?“
Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

19:00 – 20:30 Uhr, Festsaal (1. Obergeschoss)
Science Slam – Bühne frei für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler!
Mit Slams von: Viktoria Ganß, Prof. Dr. Jan Nagler, Jonas Betzendahl
Moderation: Tobias Glufke und Franziska Wilhelm

21:00 – 22:30 Uhr, Vortragssaal (1. Obergeschoss)
Unterhausdebatte „Artenvielfalt, Landwirtschaft und Künstliche Intelligenz – wie geht das zusammen?“
Experten: Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, Prof. Dr. Thomas Borsch, Prof. Dr. Andreas Graner, Prof. Dr. Frank Ewert, Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein, Dr. Sebastian Lakner, Prof. Dr. Josef Settele
Moderation: Michael Stang (Köln), Susan Schädlich (Frankfurt am Main)

22:30 – 23:15 Uhr, Festsaal (1. Obergeschoss)
Vortrag „Von den Anfängen der Leopoldina zur modernen Nationalakademie“
Referentin: Generalsekretärin Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug

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