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Prof. Dr.

Thomas A. Henzinger

Wahljahr: 2005
Sektion: Informationswissenschaften
Stadt: Lausanne
Land: Schweiz
CV Thomas Henzinger - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Informatik, Verifikation und Synthese von parallelen Programmen, Stabilität für Echtzeit- und eingebettete Systeme, Modelle zur Prüfung biochemischer Netzwerke und für Prozesssteuerungssoftware

Thomas A. Henzinger ist ein österreichischer Informatiker. Seine Forschungsschwerpunkte sind Methoden für Programm- und Systemverifikation im Bereich der Informatik. Er will mit seiner Forschung die Zuverlässigkeit von Soft- und Hardware in parallelen und eingebetteten Systemen verbessern. In jüngsten Arbeiten hat er neue Programmiermodelle entwickelt und den Begriff der „Executable Biology“ geprägt.

Thomas A. Henzinger entwickelt mit seiner Arbeitsgruppe neuartige Theorien, Algorithmen und Werkzeuge, mit denen Softwarefehler entdeckt und verringert werden können. Denn die enorme Komplexität von Computerprogrammen bringt unweigerlich Fehler mit sich. Und ein kleiner Fehler kann in solchen Systemen erhebliche Auswirkungen haben und ganze Programme zum Absturz bringen. Besonders anfällig für Fehler sind parallele Systeme, bei denen viele Prozesse gleichzeitig ablaufen. Fehler können hier auch erst nach Jahren auftreten.

Die Herausforderung bei eingebetteten Softwaresystemen ist ihr Einfluss auf die physische Welt. Sie steuern kritische Prozesse, wie dies zum Beispiel bei einem Herzschrittmacher der Fall ist. Die Software muss hier die richtigen Ergebnisse in einer möglichst kurzen Zeit berechnen. Henzinger hat mit seinem Team grundlegende mathematische Modelle für Prozesssteuerungssoftware erarbeitet, die solche Systeme stabiler und sicherer macht. In jüngeren Arbeiten hat sich Thomas A. Henzinger mit der Spieltheorie und der Entwicklung neuer Programmiermodelle für die Biologie beschäftigt. Er hat den Begriff „Executable Biology“ geprägt. Biologische Phänomene wie die Interaktion von Zellen werden hierbei mathematisch beschrieben und können dadurch auch modelliert werden. Diese Modelle werden zur Analyse von Prozessen in lebenden Zellen und Organen eingesetzt. Ziel des Ansatzes ist es, einen vollständigen Organismus in Software abzubilden.

Werdegang

  • seit 2009 Präsident des Institute of Science and Technology (IST) Austria, Österreich
  • 2004-2011 Adjunct Professor für Electrical Engineering and Computer Sciences, University of California, Berkeley, USA
  • 2004-2009 Professor für Computer and Communication Sciences, École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), Schweiz
  • 1999-2000 Direktor am Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken
  • 1998-2004 Professor of Electrical Engineering and Computer Sciences, University of California, Berkeley, USA
  • 1997-1998 Associate Professor of Electrical Engineering and Computer Sciences, University of California, Berkeley, USA
  • 1996-1997 Assistant Professor of Electrical Engineering and Computer Sciences, University of California, Berkeley, USA
  • 1992-1996 Assistant Professor of Computer Science, Cornell University, USA
  • 1991 Postdoc am IMAG Laboratory, Université Joseph Fourier, Grenoble, Frankreich
  • 1991 Ph.D. in Informatik an der Stanford University, USA
  • 1987 Dipl.-Ing. in Informatik, Kepler Universität, Linz, Österreich
  • 1986 M.S., Computer and Information Sciences, University of Delaware, USA

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2015 Milner Award der Royal Society
  • 2015 Ehrenmitglied der European Association for Theoretical Computer Science (EATCS)
  • 2015 ETAPS EASST Award
  • 2014 Most Influential POPL Paper Award
  • 2013 Fellow der American Association for the Advancement of Science (AAAS)
  • 2012 Wittgenstein-Preis des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF)
  • 2012 Logic in Computer Science (LICS) Test-of-Time Award
  • 2012 Ehrendoktorwürde der Université Joseph Fourier, Grenoble
  • seit 2011 Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  • 2011 ACM SIGSOFT Impact Paper Award
  • 2010 European Research Council (ERC) Advanced Investigator Grant
  • 2009 Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  • 2006 ISI Highly Cited Researcher
  • 2006 Fellow der Association for Computing Machinery (ACM)
  • 2006 Fellow des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE)
  • seit 2006 Mitglied der Academia Europaea
  • 2006 Best Paper Award, ACM Symposium on Foundations of Software Engineering (FSE)
  • seit 2005 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2004 Senior Member, Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE)
  • 2001 Best Paper Award, Conference on Concurrency Theory (CONCUR)
  • 1995 ONR Young Investigator Award
  • 1995 NSF Faculty Early Career Development Award
  • 1989 Forsythe Memorial Award für “Excellence in Student Teaching”, Stanford University, USA
  • 1988-1991 IBM Graduate Fellow
  • 1985-1986 Fulbright Fellow

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