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Prof. Dr.

Wolfgang Schnick

Wahljahr: 2009
Sektion: Chemie
Stadt: München
Land: Deutschland
CV Wolfgang Schnick - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Anorganische Festkörperchemie, Lumineszenz‐Materialien, Phosphornitride, Alkalimetallozonid

Schwerpunkt der Forschung von Wolfgang Schnick ist die anorganische Festkörperchemie und Materialforschung. Dabei entwickelt er neue Synthesewege für komplexe Nitriden von Hauptgruppen-Elementen, wie Kohlenstoff, Silizium oder Phosphor, in Kombination mit Alkali- und Erdalkalimetallen, Seltenerdmetallen und/oder Wasserstoff.

Schnick untersucht diese Materialien genau hinsichtlich ihres atomaren Aufbaus (Kristallstruktur), ihrer Materialeigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten. So wurde ein breiter synthetischer Zugang zu den Substanzklassen der Nitridosilikate, der Nitridophosphate und Kohlenstoffnitride eröffnet. Zudem wurden die ersten nitridischen Zeolithe und Clathrate (z. B. Zeolith NPO) synthetisiert.

Mit Melam, Melem und Melon sowie Polyheptazinimid (PHI) hat Schnick grundlegende Vorläuferverbindungen von Kohlenstoff(IV)-nitrid detailliert untersucht. Industrielle Anwendung finden von Schnick entwickelte Lumineszenz-Materialien auf der Basis Europium-dotierter Nitridosilicate und Oxonitridosilicate, die als sehr effiziente Leuchtstoffe in sogenannten phosphorkonvertierten (pc)-Leuchtdioden zum Einsatz kommen.

Werdegang

  • seit 1998 Professor für Anorganische Festkörperchemie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München
  • 1993-1998 Professor für Anorganische Chemie an der Universität Bayreuth
  • 1992 Habilitation in Anorganischer Chemie mit einer Arbeit über Phosphornitride an der Universität Bonn
  • 1987-1988 Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart
  • 1986 Promotion
  • 1983 Diplom in Chemie, Universität Hannover

Funktionen

(Auswahl)

  • seit 2007 Stellv. Direktor des Departments Chemie, Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München
  • seit 2006 Mitglied im Vorstand der Fachgruppe Festkörperchemie und Materialforschung der GDCh
  • seit 2005 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat bzw. Kuratorium des Fonds der Chemischen Industrie (FCI)
  • 2000 - 2001 Direktor des Departments Chemie, LMU München

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

(Auswahl)

  • 2018 Liebig-Denkmünze der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)
  • seit 2011 Ordentliches Mitglied des Center for Advanced Studies (CAS) der Universität München (LMU)
  • seit 2009 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2007 Wilhelm Klemm-Preis der GDCh
  • 2006 Horst Dietrich Hardt-Preis, Universität des Saarlandes
  • seit 2002 Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
  • 1999 Steinhofer-Preis, Universität Freiburg
  • 1996 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1994 Otto Klung-Preis, Freie Universität Berlin
  • 1992 Heisenberg-Stipendium, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Dozentenstipendium, Fonds der Chemischen Industrie (FCI)

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