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Prof. Dr. rer. nat.

Bernhard Nebel

Wahljahr: 2009
Sektion: Informationswissenschaften
Stadt: Freiburg (Br.)
Land: Deutschland
CV Bernhard Nebel - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Wissensrepräsentation, KI‐Planen und Robotik

Bernhard Nebel ist ein deutscher Informatiker. Er ist durch seine Beiträge zur Handlungsplanung, zum räumlichen Schließen und zur Robotik bekannt geworden. Auf dem Gebiet der Robotik entwickelte Bernhard Nebel zusammen mit seiner Gruppe insbesondere Selbstlokalisierungs‐, Aktionsauswahl‐ und Koordinierungstechniken, die im Bereich der Fußballrobotik angewandt wurden und zu drei Weltmeisterschaftsgewinnen in den internationalen RoboCup‐Wettbewerben führten. Darauf aufbauend wurde u.a. der Entwurf von autonomen Agenten für Rettungsrobotik in Simulationen und realen Robotikumgebungen untersucht.

In einem aktuellen Projekt liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung hybrider Schlusstechniken, die es einem Roboter ermöglichen, in einem Haushalt zusammen mit Menschen Aufträge durchzuführen. Speziell werden Methoden entwickelt, um die Interaktion zwischen Mensch und Roboter möglichst unaufdringlich zu gestalten und die Ausführung und Planung einzelner Aufgaben möglichst flexibel zu halten. Dazu gehört auch, dass der Roboter neue Fähigkeiten während der Ausführung lernt und in der Lage ist, fehlerhafte Überzeugungen zu revidieren.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt hat das Ziel, die automatische Analyse komplexer Systeme, wie etwa der sicherheitskritischen Computersysteme von Flugzeugen, Zügen oder Autos, auf eine neue Ebene zu heben, auf der eine umfassende und ganzheitliche Überprüfung dieser Systeme sowie die Vorhersage ihrer Verlässlichkeit möglich ist. Bernhard Nebel und seine Arbeitsgruppe befassen sich insbesondere mit der Frage, wie sich Techniken aus der Künstlichen Intelligenz wie zum Beispiel heuristische Suche und Spielbaumanalyse für die automatische Hard‐ und Softwareverifikation einsetzen lassen.

Werdegang

  • seit 1996 C4‐Professur für Grundlagen der Künstlichen Intelligenz an der Albert‐Ludwigs‐Universität Freiburg
  • 1993‐1996 C3‐Professur für Künstliche Intelligenz an der Universität Ulm
  • 1989‐1993 Arbeit an Problemen der Wissensrepräsentation am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Saarbrücken
  • 1989 Promotion an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken
  • 1982‐1989 KI‐Projekte an der Universität Hamburg, der TU Berlin, am Information Science Institute/USC, Marina del Rey, USA und IBM Deutschland, Stuttgart
  • Studium der Informatik an der Universität Hamburg

Projekte

  • seit 2012 DFG‐Projekt „Handlungsplanung und Aktionssteuerung für Roboter in Haushaltsumgebungen“
  • 2004‐2015 DFG‐Sonderforschungsbereich „Automatic Verification and Analysis of Complex Systems“ (AVACS)
  • 2003‐2014 DFG‐Sonderforschungsbereich „Spatial Cognition: Reasoning, Action, Interaction“
  • 1996‐2008 DFG‐Projekt „Repräsentation und effiziente Verarbeitung reichhaltiger qualitativer räumlicher Information“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2011 Mitglied der Academia Europaea
  • seit 2010 Fellow der Association for the Advancement of Artificial Intelligence (AAAI)
  • seit 2009 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2005 EURON Technology Transfer Award für die Entwicklung eines autonomen Tischfussballsystems
  • 2001 Fellow des European Coordinating Committee for Artificial Intelligence (ECCAI)
  • 2001, 1999, 1998 Mit CS Freiburg Weltmeister beim RoboCup in der Klasse der mittelgroßen Roboter

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