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Prof. Dr.

Walther Parson

Wahljahr: 2009
Sektion: Pathologie und Rechtsmedizin
Stadt: Innsbruck
Land: Österreich
CV Walther Parson - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Molekularbiologie, Rechtsmedizin, DNA-Analytik

Schwerpunkte von Walther Parsons Arbeit sind methodische Entwicklungen in der forensischen DNA-Analytik sowie populationsgenetische Interpretationen forensischer DNA-Marker, mit besonderer Berücksichtigung der mitochondrialen DNA. Sein Institut unterhält ein international bekanntes DNA-Labor, zu dessen jüngsten Arbeiten die DNA-Identifikationen der Tsunami-Opfer aus Sri Lanka (2004) und der Opfer des Pinochet-Regimes (1973) gehören, sowie die Untersuchung historischer Fälle, wie die russische Zarenfamilie Romanow, Wolfgang Amadeus Mozart, Friedrich Schiller und Günter Messner.

In der forensischen mitochondrialen DNA-Analytik nimmt seine Arbeitsgruppe eine international führende Stellung ein. Dies kommt u.a. dadurch zum Ausdruck, dass entsprechende Studien zunächst einer Qualitätskontrolle in Innsbruck unterzogen werden, ehe sie zur Begutachtung an die einschlägigen wissenschaftlichen Journale eingereicht werden können.

Kernstück der Arbeitsgruppe ist die mitochondriale DNA-Internetdatenbank EMPOP, die neben qualitativ hochwertigen recherchierbaren Populationsdaten phylogenetische Werkzeuge für eine A-posteriori-Plausibilitätskontrolle der oft fehleranfälligen Sequenzdaten anbietet und damit Anknüpfungspunkt für zahlreiche internationale Kooperationen darstellt.

Werdegang

  • Außerordentlicher Professor am Penn State Eberly College of Science, PA, USA
  • seit 2001 Professor und Leiter des Fachbereichs „High Throughput DNA Database Unit“ und des Forschungsbereichs „Forensische Molekularbiologie“ am Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck (GMI), Österreich
  • 2001 Habilitation an der Universität Innsbruck, Österreich
  • 1999 Promotion an der Universität Innsbruck, Österreich
  • 1994 Aufbau eines DNA-Labors am Institut für Gerichtliche Medizin, Innsbruck, Österreich
  • 1993 Diplom in Biologie, Universität Innsbruck, Österreich

Funktionen

  • seit 2015 Präsident der Internationalen Gesellschaft für Forensische Genetik (ISFG)
  • 2012 Mitglied des Lenkungsausschusses der Internationalen Gesellschaft für Forensische Genetik (ISFG)
  • seit 2001 Mitglied des Leitungsausschusses der Internationalen Kommission für vermisste Personen (International Commission on Missing Persons, ICMP)
  • 1999 Österreichisches Mitglied der DNA-Arbeitsgruppe des Europäischen Netzwerks der Forensischen Wissenschaftsinstitute (ENFSI DNA WG)
  • 1998 Österreichisches Mitglied der Europäischen DNA Profiling Gruppe (EDNAP)

Projekte

  • seit 2015 Projekt „Der soziale Status von Mutterschaft im bronzezeitlichen Europa“
  • 2010-2014 Projekt „Genetische Analyse einer mittelalterlichen Alpenpopulation“
  • 2007-2010 Projekt „EMPOP - eine innovative humane mtDNA-Datenbank“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2009 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2005 Wissenschaftspreis der Internationalen Gesellschaft für Forensische Genetik (ISFG)
  • 2004 Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin (DGRM)

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